Nur wenige Automarken haben in der vergangenen Zeit so eine Performance auf das Parkett gelegt wie die Seat-Tochter Cupra. "Wir sind die Rebellen. Wir sind anders und wir bleiben anders, denn es gibt eine Generation, die Auto woanders kaufen will als ihre Eltern", erklärte der Seat/Cupra-Vorstandsvorsitzende Wayne Griffiths am Donnerstag bei der "Cupra Night" in München.nDer Seat-Konzern hat Cupra innerhalb von nur vier Jahren zu einer Erfolgsmarke entwickelt. Im vergangenen Jahr konnte die selbsternannte Challenger-Brand ihren Absatz auf 79.300 Fahrzeuge verdreifachen. Aktuell kämpfen die Spanier – wie die gesamte Branche – mit den wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Ukraine-Kriegs und mit weiterhin gestörten Lieferketten. Bis einschließlich März gingen die Auslieferungen um 32 Prozent auf 107.000 Seat/Cupra-Fahrzeuge zurück.nIm aktuellen Quartalsbericht des Mutterkonzerns Volkswagen werden die Verkäufe von Seat und Cupra zwar nicht separat ausgewiesen, die sportlichen Modelle aus Barcelona gehörten aber zu Jahresbeginn zu den Lichtblicken. "Der Cupra Formentor verzeichnete eine steigende Nachfrage, und der Cupra Born wurde positiv im Markt aufgenommen", heißt es darin. V.l.n.r.: Bernhard Bauer (Geschäftsführer Seat Deutschland), Andreas Fehervary (Geschäftsführer MAHAG), Wayne Griffiths und Peter Modelhart (Sprecher der Geschäftsführung VGRD) © Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS Topmodell Formentor Besonders gut kommt Cupra in Deutschland an, es ist der wichtigste Markt für das Unternehmen. Zugpferd ist auch hierzulande der Formentor, der im März erstmals das zulassungsstärkste Modell im hart umkämpften SUV-Segment war (wir berichteten). Wie gefragt der Crossover ist, zeigt auch diese Zahl: Von den gut 36.000 Seat/Cupra-Neuzulassungen im ersten Quartal 2022 gingen 11.113 Einheiten auf das Konto des Formentor. Er war damit der unumstrittene Marken-Bestseller auf dem deutschen Markt – mit deutlichem Abstand vor dem kompakten Leon (8.516). Mittlerweile ändert sich auch die Sichtbarkeit von Cupra am Point of Sale. Nach den ersten Eröffnungen in München und Hamburg steigt die Zahl der "Cupra Garagen" stetig, zuletzt in Bayreuth, Chemnitz und Würzburg. Weitere Standorte folgen nach und nach. Eine der wichtigsten Markenrepräsentanzen in Deutschland ist die Cupra City Garage München am Odeonsplatz, die anlässlich der IAA mobility 2021 an den Start gegangen ist. Hier arbeitet der Hersteller eng mit der Auto & Service PIA GmbH als Betreiber zusammen. © Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS