Er war schon ein SUV, bevor es dieses Wort überhaupt gab, ein echter Klassiker der US-Cars. Der Bronco ist zurück – und nun auch besonders robuste Raptor-Version. Andere Konzerne streichen ihre Modellpaletten zusammen – Ford hingegen baut sie aus. Im Sommer 2020 enthüllte der US-Hersteller eine neue SUV-Familie. Und verlieh gleichzeitig einem klangvollen Namen neues Leben. Seit dem Juni 2021 laufen die ersten Modelle in Wayne (US-Staat Michigan) vom Band – und bald kommt die Version Raptor hinzu, eine besonders robuste Variante des Bronco. Bereit für schwieriges Terrain Das künftige Topmodell ist an seinen gewaltigen Offroad-Reifen und breiteren Radhäusern zu erkennen. Für bessere Geländefähigkeiten hat es mehr Bodenfreiheit. Schutzplatten sollen Schäden am Unterbau verhindern. Die Spur ist verbreitert, die Federwege verlängert. So gerüstet, soll der Raptor sogar Wüsten-Rennen überstehen. Und noch ein Detail unterscheidet ihn von den übrigen Broncos: Er ist ausschließlich als Fünftürer zu haben. Robustes Äußeres: Das Topmodell trägt massive Offroad-Anbauteile. Außerdem ist es nur als Fünftürer zu haben. (Quelle: Hersteller) Ein gut 400 PS starker V6-Benziner mit drei Litern Hubraum treibt den Offroader an. Er wird mit einer 10-Gang-Automatik und einem Allradantrieb kombiniert. Außerdem wird der Raptor eine verstärkte Kupplung und ein spezielles Verteilergetriebe erhalten. Bronco – ein Name mit langer TraditionBronco ist nicht nur eine Bezeichnung für ungezähmte Mustangs (die wilden Pferde Nordamerikas), sondern auch der Name einer Reihe von Offroadern, die im Jahr 1966 auf den Markt kam. Nach fünf Modell-Generationen wurde sie im Jahr 1996 eingestellt. Nachfolger wurde der Ford Expedition, der in den USA bis heute das Top-SUV von Ford ist.In den 30 Jahren ihres Bestehens hat sich die Modellreihe als beinahe unkaputtbar erwiesen. Das lag neben der teils eher einfachen Technik auch daran, dass sie auf einem Lastwagen (die F-Serie) basierte und auch in Fords Lkw-Werk vom Band lief. Im Innenraum wird es besonders sportlich konturierte Sitze mit orangefarbenen Ziernähten und Sicherheitsgurten geben. Das Orange findet sich am Cockpit wieder, dessen Lenkrad (mit Schaltwippen) besonders griffig ist. Ab dem März lässt sich der Bronco Raptor bestellen. Dann erst wird Ford den Preis bekannt geben. Laut Schätzungen wird er in den USA umgerechnet bei mehr als 60.000 Euro liegen. Ob der Bronco auch nach Deutschland kommt, ist bislang nicht bekannt. Zumindest freie Importeure bieten bereits einige Exemplare an.