20 Fachleute testen regelmäßig die besten Auto-Neuheiten des Jahres – und küren dann das "German Car of the year". Nun steht der Preisträger fest. Er kommt nicht aus Deutschland. So sehen Sieger aus: Der Hyundai Ioniq 5 ist das beste Auto des Jahres. Im Wettbewerb "German Car of the year" konnte er die Fach-Jury mehr überzeugen als alle Konkurrenzmodelle. Seit Mai ist das Elektroauto zu Preisen ab 41.900 Euro (abzüglich staatliche Förderprämie) zu haben und tritt damit gegen Rivalen wie den VW ID4 oder den Skoda Enyaq an. Unter der Submarke Ioniq soll eine ganze Modellfamilie entstehen. Außen betont klar gezeichnet und innen ungewöhnlich wohnlich eingerichtet, gibt es den 4,64 Meter langen Ioniq 5 lin vier Varianten: zwei mit zwei Motoren und Allradantrieb und zwei, bei denen nur ein Motor an der Hinterachse verbaut ist. Damit decken die Koreaner ein Leistungsspektrum von 170 PS bis 306 PS ab. Sehr modern und aufgeräumt: der Innenraum des Ioniq 5. (Quelle: Hersteller) Nach 5 Minuten Laden geht es 100 Kilometer weiter Während etwa VW die meisten seiner Stromer spätestens bei 180 km/h abregelt, gewährt Hyundai dem Ioniq 5 immer Auslauf bis 185 km/h. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schafft er dabei im besten Fall in 5,2 Sekunden. Die Energie dafür liefern Lithium-Ionen-Akkus in zwei Größen mit 58 oder 72,6 kWh. Damit sind Normreichweiten von bis zu 485 Kilometern möglich. Weil der Ioniq 5 als erstes E-Auto neben Porsche Taycan und Audi E-Tron GT mit 800-Volt-Technik arbeitet, setzt er auch an der Ladesäule Bestmarken: Von zehn auf 80 Prozent Ladestand braucht er im besten Fall 18 Minuten. Der Strom für 100 neue Kilometer fließt bereits in fünf Minuten. Um die Zeit möglichst angenehm zu überbrücken, gibt es besonders komfortable Liegesitze mit ausfahrbaren Fußrasten wie im Flugzeug. Entspannte Ladepause: Die vorderen Sitze lassen sich in eine bequeme Ruheposition bringen. (Quelle: Hersteller) Das Auto als Aufladestation Neben dem Antrieb hat Hyundai auch bei der Ausstattung ein paar Besonderheiten zu bieten. So gibt es ein Head-up-Display mit Augmented-Reality-Technik, ein Solardach liefert Strom für bis zu 2.000 weitere Kilometer im Jahr. Und über eine externe Steckdose kann das Auto aus seiner Batterie auch andere Verbraucher vom Gartengerät bis zum Elektroauto des Nachbarn mit Strom versorgen. Genau wie beim Hauptkonkurrenten VW soll es bei einem Modell aber nicht bleiben. Bis 2024 hat Hyundai schon jetzt noch mindestens zwei weitere Ioniq-Modelle in Aussicht gestellt.