Young Liu, der Chef von Foxconn, präsentiert drei Prototypen für E-Autos Foto: Ritchie B. Tongo / EPA Der Elektronikkonzern Foxconn hat drei E-Auto-Prototypen am Firmensitz des Unternehmens in Taipeh (Taiwan) vorgeführt – ein Jahr, nachdem das Unternehmen Pläne für batteriebetriebene Fahrzeuge verkündet hatte. Gezeigt wurden eine Limousine, ein SUV und ein Bus. So soll die E-Limousine von Foxconn aussehen, das »Model E« Foto: Fabian Hamacher / REUTERS Foxconn-Gründer Terry Gou fuhr mit dem ersten Prototyp, der Limousine »Model E«, selbst vor. Der Geländewagen »Model C« soll Anfang 2023 in Taiwan auf den Markt kommen und umgerechnet rund 30.000 Euro kosten. Ein SUV mit Elektroantrieb: das »Model C« Foto: Wu Taijing / AP Das dritte Auto ist ein Bus: das »Model T«. Er könne schon Anfang 2022 in der Stadt Kaohsiung im Süden des Landes zum Einsatz kommen, sagte der stellvertretende Regierungschef Taiwans, Shen Jong Chin. Der E-Bus trägt den Namen »Model T« – wie eines der berühmtesten Autos aller Zeiten von Ford. Das bedeute allerdings nicht, dass Foxconn mit dem amerikanischen Autohersteller zusammenarbeite, hieß es von dem Apple-Zulieferer Foto: Foxconn Foxconn hat nach eigenen Angaben allein 2020 rund zehn Milliarden Taiwan-Dollar (gut 300 Millionen Euro) in die Entwicklung von Elektroautos gesteckt. In den kommenden zwei Jahren würden die Investitionen noch steigen. Konzernpräsident Young Liu sagte bei der Präsentation, Foxconn habe schrittweise eine Lieferkette und ein Vertriebsnetz aufgebaut. Das Unternehmen Foxconn ist einer der größten Fertigungsbetriebe für elektronische Produkte weltweit – unter anderem als größter Zulieferer für Smartphone-Hersteller wie Apple.Für die Produktion von Elektroautos gründete Foxconn ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem taiwanischen Hersteller Yulon Motor und kaufte kürzlich dem US-amerikanischen Start-up Lordstown Motors für umgerechnet etwa 199 Millionen Euro ein Autowerk im US-Bundesstaat Ohio ab. Einer der jüngsten Partner ist der US-Elektroautohersteller Fisker. Foxconn und Fisker hatten angekündigt, gemeinsam Autos zu entwickeln, diese Produktion soll Ende 2023 beginnen. Auch ein Unternehmen, das vor allem für die Herstellung von Smartphones und Laptops bekannt ist, könne eine Rolle in der Automobilindustrie spielen, sagte der Vorsitzende von Foxconn, Young Liu. »Unsere größte Herausforderung ist, dass wir nicht wissen, wie man Autos herstellt«, sagte er, wie die »New York Times« berichtete.Die traditionellen Automobilhersteller stünden jedoch vor einer noch größeren Herausforderung: Ihnen fehle Fachwissen zu Software und Computerchips. Daher könne man Foxconns Hintergrund in der Unterhaltungselektronik auch als Vorteil werden, sagte Liu.