09:15 Uhr: BMW-Chef Oliver Zipse"Nachhaltigkeit ist einer der dominanten Kauffaktoren der Zukunft" Den Auftakt beim diesjährigen IfA-Kongress machte BMW-Chef Oliver Zipse mit seiner Keynote zum Thema "Beyond Green Electricity". Darin stellte er die These auf, dass Nachhaltigkeit in Zukunft eines der maßgeblichen Kauf-Argumente am Point of Sale sein wird und daher zwingender Bestandteil unternehmerischer Entscheidungen sein müsse. Man müsse "Klimaneutralität ernst nehmen" und nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben, mahnte Zipse. BMW und Deutschland als Industrie- und Forschungsstandort seien für den Wandel aber gut gerüstet. Gleichwohl sei noch viel zu tun. Vor allem beim Ausbau der Ladeinfrastruktur hinke Deutschland und Europa noch weit hinter dem her, was angesichts des erwarteten Hochlaufs der E-Mobilität nötig sei. Zipses Forderung: Die Gesetzgebung zu den Flottenzielen der Hersteller an den tatsächlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur koppeln. BMW selbst sieht Zipse auf Kurs, zur Einhaltung des 1,5 Grad Ziels beizutragen. Bis 2030 will BMW den gesamten CO2-Fußabdruck seiner Fahrzeuge um 40 Prozent senken. In der Lieferkette sei dabei eine Reduktion um 20 Prozent, in der Produktion um 80 Prozent und in der Nutzungsphase um 50 Prozent geplant. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen", so Zipse. BMW-Chef Oliver Zipse © Foto: Institut für Automobilwirtschaft (IfA) / Screenshot AUTOHAUS Weiter wolle man deutlich stärker auf eine Kreislaufwirtschaft in der Autoherstellung setzen. Die derzeitige Sekundärquote – also die Nutzung von recycelten Materialien – wolle man von 30 auf 50 Prozent steigern. "Aus Autos entstehen wieder Autos", fasste Zipse das Ziel zusammen. Besonderer Schwerpunkt liege dabei auf der Antriebsbatterie von E-Autos, in der viele seltene und wertvolle Rohstoffe verbaut sind. Eine Recyclingquote von 90 Prozent sei langfristig "machbar", erklärte Zipse. Bis 2030 strebe man bereits eine Quote von 70 Prozent für Akkupacks und mehr als 90 Prozent für Kobalt, Nickel und Aluminium an. In diesem Jahr will BMW "10 Millionen elektrische Fahrzeuge auf den Markt bringen" versprach der Konzernlenker. Die Elektromobilität allein sieht BMW aber nicht als alleinige Lösung. Vor allem in ländlichen Gegenden komme diese nicht immer in Frage. "Maximale Klimawirkung geht nur mit Technologieoffenheit", betonte Zipse daher. Dabei spielen auch Wasserstoff und Brennstoffzellenautos eine wichtige Rolle: "Wasserstoff ist die einzige Möglichkeit nachhaltig erzeugte Energie zu speichern", erklärte Zipse. In der anschließenden Fragerunde ging Zipse abschließend auch noch auf die Rolle des Handels ein: "Händler sind unverzichtbar", sagte der BMW-Chef. Allerdings würden sich deren Aufgabe wandeln. Der Vertrieb der Zukunft sei hochdigitalisiert und müsse aus einer durchgehenden Kette von Kanälen und Kontaktpunkten bestehen. Dabei müssten wesentlich mehr Daten geteilt werden und die Händler müssten neue Services in der digitalisierten Kundenbetreuung anbieten. Aber allein schon im Hinblick auf den Service, sei der Handel vor Ort bei langlebigen Produkten wie Autos weiterhin unersetzbar. In dieser Hinsicht unterscheide sich das Produkt Auto grundlegend von den meisten anderen Produkten. 09:05 Uhr: IfA-Chef Prof. Stefan ReindlTechnische Probleme zum Start An dieser Stelle würden wir Ihnen eigentlich gerne ein paar Infos zur Begrüßungsrede von IfA-Chef Prof. Stefan Reindl geben. Leider gibt es aber offenbar technische Probleme und der Live-Stream bleibt schwarz. Vielleicht klappt es ja bis zum Start der Keynote-Rede des heutigen Stargastes: BMW-Chef Oliver Zipse... 09:00 Uhr: Der AUTOHAUS-Liveticker startetLos gehts mit dem IfA-Kongress und unserem Liveticker aus der AUTOHAUS-Redaktion, mit dem wir Sie über alle Vorträge des heutigen IfA-Kongresses versorgen. Viel Spaß!