Genesis tritt in Europa an, um den Autokauf eine andere Richtung zu geben. Anders als die Schwestermarken Hyundai und Kia verzichtet der Premium-Anbieter auf ein klassisches autorisiertes Händler- und Servicenetz. Selbstverständlich müssen Wartung und Reparatur in entsprechenden Fachwerkstätten durchgeführt werden. Hier wird es mit Servicepartnern Verträge geben. Kontakt hat der Kunde beim Kauf und Service allerdings ausschließlich mit seinem "Genesis Personal Assistant" (GPA). Ein umfangreicher Hol- und Bringservice inklusive fünfjähriger Betreuung soll für die entsprechende Convenience sorgen.nBestellbar sind die Genesis-Modelle seit Sommer in Deutschland. Im Herzen Münchens betreibt der Hersteller bereits einen exklusiven Showroom, "Genesis Studio" genannt – komplett in Eigenregie. Weitere zehn bis zwölf Standorte sollen folgen. Anlässlich der IAA Mobility hat Genesis außerdem ein Auto-Abo-Angebot angekündigt. Das sogenannte "Genesis Flexibility Programm" soll Interessenten einen einfachen Zugang zu den Fahrzeugen und zur Marke ermöglichen. Es umfasst alle planmäßigen Wartungsarbeiten für fünf Jahre, die Zustellung und Abholung am Wunschort, einen Mietwagen und den GPA. Die Konditionen und Preise für den deutschen Markt sind noch nicht bekannt.nDass die koreanischen Modelle gut in die automobile Oberliga passen, hat Genesis mit der Präsentation der Mittelklasseautos G70 (Limousine) und GV70 (SUV) belegt. Nach AUTOHAUS-Informationen will der Hyundai-Konzern die Marke behutsam in Europa stationieren. Nicht mehr als 800 Exemplare sollen in 2021 verkauft werden, wie man aus der Europazentrale in Offenbach hört. Ab 2025 nur noch E-Autos Die Hyundai Motor Group Genesis hatte Genesis 2015 als eigenständige Automarke gestartet (wir berichteten). In den USA und im Heimatmarkt Südkorea fährt der Anbieter bereits auf der Erfolgsspur, nun folgt Europa – zunächst mit konventionell angetriebenen Limousinen und SUV. Perspektivisch will sich aber auch Genesis komplett der E-Mobilität verschreiben. Ab 2025 sollen neue Modelle nur noch mit vollelektrischem Antrieb auf den Markt kommen. Neben Batterieautos sind auch Brennstoffzellen-Fahrzeuge geplant. Von 2030 an soll die gesamte Pkw-Palette über emissionsfreie Antriebe verfügen, insgesamt hat Genesis acht E-Modelle angekündigt. 2035 wollen die Koreaner außerdem über eine komplett klimaneutrale Wertschöpfungskette verfügen – von den Rohstoffen bis zur Produktion. Lesen Sie auch: Genesis plant die Elektrifizierung seiner Flotte. © Foto: Genesis