Nach der Allgemeinverfügung der Regierung von Niederbayern, die für den Regierungsbe­zirk Niederbayern und Oberbayern gilt und der Allgemeinverfügung der Regierung von Mittel­fran­ken, die für die Regierungsbezirke Ober-, Unter- und Mittelfranken, Schwaben und Oberpfalz gilt, sind unter folgenden Voraussetzungen ein Geldwäschebeauftragter auf Füh­rungsebene und ein Stellvertreter zu bestellen:nUnternehmen mit Hauptsitz in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Ober-, Un­ter- und Mittelfranken, Schwaben und Oberpfalz sind verpflichtet, einen Geldwäschebe­auftrag­ten auf Führungsebene und einen Stellvertreter im Sinne des § 7 Abs. 1 GwG zu be­stellen, wennna) sie gewerblich Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin, Edelsteine, Schmuck, Uhren, Kunstgegenstände, Antiquitäten, Kraftfahrzeuge, Schiffe, Motorboote oder Luftfahr­zeuge veräußern, unabhängig davon, in wessen Namen oder auf wessen Rechnung sie handeln,nb) diese Tätigkeit über 50 Prozent des Gesamtumsatzes im vorherigen Wirtschaftsjahr betrug (Haupttätigkeit),nc) am letzten Tag des vorherigen Wirtschaftsjahres insgesamt mindestens zehn Mitar­beiter in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Ver­trieb einschließlich Leitungspersonal (insbesondere Geschäftsführung) be­schäf­tigt waren undnd) sie nach § 4 Abs. 5 Nr. 1 GwG verpflichtet sind, über ein wirksames Risikoma­nage­ment zu verfügen.nNach§ 4 Abs. 5 Nr. 1 GwG sind Unternehmen verpflichtet über ein Risikomanagement zu verfügen:nals Güterhändler bei folgenden Transaktionen:na) Transaktionen im Wert von mindestens 10.000 Euro über Kunstgegenstände,nb) Transaktionen über hochwertige Güter nach § 1 Absatz 10 Satz 2 Nummer 1 (dies sind Güter, die sich aufgrund ihrer Beschaffenheit, ihres Verkehrswertes oder ihres bestimmungsgemäßen Gebrauchs von Gebrauchsgegenständen des Alltags abhe­ben), bei welchen sie Barzahlungen über mindestens 2.000 Euro selbst oder durch Dritte tätigen oder entgegennehmen, odernc) Transaktionen über sonstige Güter (d. h. insbesondere Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin, Edelsteine, Schmuck und Uhren, Kunstgegenstände und Anti­qui­täten, Kraftfahrzeuge, Schiffe und Motorboote sowie Luftfahrzeuge), bei wel­chen sie Barzahlungen über min­destens 10.000 Euro selbst oder durch Drit­te täti­gen oder entgegennehmen, undnals Kunstvermittler und Kunstlagerhalter bei Transaktionen im Wert von mindestens 10.000 Euro.nZusammenfassung:nDas bedeutet im Klartext, dass Unternehmen in der Kfz-Branche mit mindestens zehn Mitar­beitern in den Bereichen Akquise, Kasse, Kundenbuchhaltung, Verkauf und Vertrieb ein­schließlich Leitungspersonal (insbesondere Geschäftsführung), welche verpflichtet sind über ein Risikomanagement zu verfügen, da Sie Barzahlungen über mindestens 10.000 Euro täti­gen oder ent­ge­gennehmen, nunmehr zusätzlich verpflichtet sind, einen Geldwäschebeauf­tragten auf Füh­rungsebene und einen Stellvertreter im Unternehmen zu haben.nUm Interessenkollisionen zu vermeiden, kann der Geldwäschebeauftragte in der Regel nicht zugleich das zu benennende Mitglied der Leitungsebene sein, welches für das Risikomanagement und die Einhaltung der geldwäscherechtlichen Bestimmungen ver­ant­wortlich ist. Abweichungen sind bei kleinen Unternehmen möglich.nUnternehmen mit Sitz in Niederbayern und Oberbayern haben die Bestellung des Geldwä­schebeauftragten oder des Stellvertreters an folgende Adresse mitzuteilen:nRegierung von NiederbayernnSachgebiet 10 – GeldwäschepräventionnRegierungsplatz 540n84028 LandshutnFax: 0871 / 808-1002nE-Mail: geldwaeschepraevention@reg-nb.bayern.denUnternehmen mit Sitz in Ober-, Unter- und Mittelfranken, Schwaben und Oberpfalz haben die Bestellung des Geldwäschebeauftragten oder des Stellvertreters an folgende Adresse mitzu­teilen:nRegierung von MittelfrankennSachgebiet 10 – GeldwäschepräventionnPromenade 27n91522 AnsbachnFax: 0981 / 53-1456nE-Mail: geldwaeschepraevention@reg-mfr.bayern.denDie Bestellungen sind jeweils unaufgefordert in Textform mit den beruflichen Kontaktdaten (Firma, Name und Vorname, Firmenanschrift, Telefon, E-Mailadresse) anzuzeigen. Ände­run­gen dieser Angaben sind unverzüglich mitzuteilen. Für Mitteilungen kann der unter https://freistaat.bayern/dokumente/leistung/131754222508 abrufbare Vordruck verwendet werden.nDie Nichtbestellung eines Geldwäschebeauftragten trotz entsprechender Verpflichtung stellt eine bußgeldbewehrte Ordnungswidrigkeit dar. Zudem kann die zuständige Behörde auch Zwangsgelder festsetzen, um die Bestellung eines Geldwäschebeauftragten bzw. die dar­über einzureichende Meldung zu erzwingen. nHinweis:nIn den meisten anderen Bundesländer gibt es die Pflicht zur Bestellung eines Geldwäsche­be­auftragten schon seit längerem.nSollten Sie weitere Informationen benötigen oder Ihre Mitarbeiter durch uns schulen lassen wollen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.nUnabhängig von der Bestellung eines Geldwä­schebeauftragten sind Unternehmer in ganz Deutschland grundsätzlich verpflichtet, Ihre Mitarbeiter einmal jährlich zu der Thematik Geldwäsche zu schulen, diese Schulungen übernehmen wir gerne für Sie, sprechen Sie uns an.