Lenkrad und Pedalerie werden uns trotz des Roboauto-Trends wohl noch einige Zeit erhalten bleiben. Andere Fahrzeugteile liegen aber schon bald auf dem Friedhof der Kfz-Geschichte. Seit die Zentralverriegelung auch in den kleinen Autosegmenten zum Standard gehört, ist das Knöpfchen fürs Schloss in der Türverkleidung weitgehend verschwunden. Und auch für einige andere Teile im und am Auto dürften die Tage gezählt sein. Hier sind fünf Beispiele. Schaltknüppel Außerhalb Europas war das Handschaltgetriebe schon länger auf dem absteigenden Ast. Spätestens mit der Entscheidung von VW, ab 2023 nur noch Automatik-Autos anzubieten, ist auch hierzuladen sein Ende in Sicht. Als Beschleuniger wirkt dabei die branchenweite Umstellung auf E-Mobilität. Stromer haben bauartbedingt keine Anfahrkupplung und sind daher immer Automatikautos. Zwangsläufig entfällt auch der klassische Schaltknüppel neben Fahrersitz oder Lenkrad. Viele neuere Pkw-Modelle verzichten mittlerweile ebenfalls auf einen klobigen Automatik-Wählhebel, der in der Mittelkonsole unnötig Platz wegnimmt. Stattdessen werden Vorwärts- und Rückwärts-Fahrt beispielsweise per Knopfdruck am Armaturenbrett angewählt.   Dachantenne Lange Dachantennen stören die Optik des Autos und können bei der Fahrt in die Waschstraße nerven. Besser wurde es mit den Haifischflossen-Dachantennen, die im neuen Jahrtausend aufkamen und nun selbst vor dem Aus stehen. Inzwischen sind die Empfangshilfen häufig als dünne Folien in den Scheiben oder Spiegeln verbaut. Und neben Radiosignalen empfangen und senden sie auch Daten über WLAN oder Mobilfunk. Autoschlüssel Selbst in Kleinwagen sind mittlerweile günstige Keyless-Systeme zu bekommen, bei denen der Autoschlüssel zum Funk-Transponder wird und gar keinen mechanischen Kontakt mehr zum Tür- oder Zündschloss hat. Nur für Notfälle ist im Gehäuse noch ein kleiner Bart versteckt, den viele Halter möglicherweise noch gar nicht entdeckt haben. Künftig dürfte selbst dieser zuhause in der sicheren Schublade bleiben. Denn bei den ersten Herstellern lässt sich das Auto bereits per Handy-Identifikation öffnen und starten. Das verhindert ausgebeulte Taschen und erleichtert beispielsweise das Verleihen des eigenen Autos an Familienmitglieder und Freunde, denn die umständliche Schlüsselübergabe erfolgt digital. CD-Schlitz Das Auto hat die Geschichte des Tonträgers immer schon mit etwas Abstand nachvollzogen. Der eher seltene Pkw-Plattenspieler wurde vom schon viel weiterverbreiteten Kassetten-Radio abgelöst, das wiederum dem CD-Autoradio wich. Auch der Siegeszug des Musik-Streamings setzt sich mittlerweile im Auto fort. In vielen Autos ist ein CD-Player gar nicht mehr zu bekommen und auch nur umständlich nachrüstbar. Stattdessen ist die Handy-Vernetzung bis hin zu Android Auto und Apple Car Play auch in den kleinen Segmentenlängst keine Seltenheit mehr. Neuere Modelle haben Web-Radios und Musik-Streamingdienste sogar schon im Bord-Infotainment integriert und versorgen sie über die ebenfalls eingebaute Mobilfunkverbindung mit Daten. Lichtschalter An eine Lichtautomatik gewöhnt man sich schnell. Erkennt der Helligkeitssensor hinter der Windschutzscheibe, dass es draußen dunkel wird, schaltet sich automatisch das Abblendlicht ein. Wechselt man auf ein älteres oder schlecht ausgestattetes Automodell, ist dann erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Denn dort muss das Licht noch per Hand geschaltet werden. Mit diesen älteren Autos wird aber auch das Problem verschwinden.