Fußgänger und Radfahrende sollen in Großbritannien mehr Vorrechte im Straßenverkehr bekommen. Die Straßenverkehrsordnung soll daher einem Bericht des Senders BBC zufolge zugunsten dieser Fortbewegungsformen angepasst werden. Dazu ist im Herbst die Zustimmung des Parlaments erforderlich.»Millionen von uns haben im vergangenen Jahr herausgefunden, was Radfahren und Laufen für großartige Wege sind, um fit zu bleiben, die Straßen zu entlasten und etwas für die Umwelt zu tun«, sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps.nDem Bericht zufolge beinhalten die Änderungen, dass geradeaus fahrende Radfahrer an einer Kreuzung Vorfahrt haben sollen. Zudem sollen Autofahrer Fußgängern an Überquerungen Vorrang geben müssen, auch wenn diese die Straße noch nicht betreten haben.Mit den neuen Regeln soll zudem eine neue Hierarchie im Straßenverkehr geschaffen werden: So sollen jene, die anderen mit ihrem Fahrzeug größeren Schaden zufügen können, auch eine größere Verantwortung tragen. Oberste Priorität haben einem Bericht des Magazins »Forbes« zufolge Fußgängerinnen und Fußgänger, dahinter folgen Radfahrer. Autofahrer sind auf Platz 5 – noch hinter Reitern und Motorradfahrern. Hinten rangieren Lieferwagen und Lkw. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson gilt als Fahrrad-Fan. In seiner Zeit als Londoner Bürgermeister gehörte der Ausbau des Radwegenetzes zu seinen wichtigsten Projekten.Die Organisation Living Streets begrüßte die Ankündigung der Regierung. »Derzeit behandelt die Straßenverkehrsordnung Kinder auf dem Weg zur Schule und Lastwagenfahrer so, als wären sie gleichermaßen verantwortlich für ihre eigene Sicherheit und die Sicherheit anderer«, sagte Stephen Edwards von Living Streets der BBC zufolge. Die Änderungen würden dies ausgleichen.