Der Volkswagen-Konzern hat in der ersten Jahreshälfte im laufenden Geschäft so viel verdient wie nie. Das Betriebsergebnis erreichte einen Rekordwert von knapp 11,4 Milliarden Euro - "trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen" und nach einem Verlust von etwa 1,5 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.nEuropas größte Autogruppe konnte die Folgen der Corona-Verkaufseinbrüche sowie der Werksschließungen im Frühjahr 2020 damit weiter abstreifen. Der operative Ertrag ist jetzt bereits höher als im vergangenen Jahr.nNach Steuern blieben den Wolfsburgern von Januar bis Juni rund 8,4 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2020 hatten sie hier noch mit mehr als einer Milliarde Euro in den roten Zahlen gelegen. Der Umsatz wuchs um über ein Drittel auf gut 130 Milliarden Euro.nPorsche Automobil Holding SE profitiert von hohem GewinnnDie VW-Dachgesellschaft Porsche Automobil Holding SE rechnet im laufenden Jahr dank der Entwicklung beim Volkswagen-Konzern mit einem höheren Gewinn als bisher. Nun stehen 3,4 Milliarden bis 4,9 Milliarden Euro nach Steuern im Plan, wie das MDax-Unternehmen am Donnerstag mitteilte.nBisher war das Management um Vorstandschef und VW-Chefaufseher Hans Dieter Pötsch von 2,6 Milliarden bis 4,1 Milliarden Euro ausgegangen. Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche aber bereits angedeutet, dass der Gewinn eher am oberen Ende der Bandbreite landen dürfte.nRenditeziele angehobennDer Volkswagen-Konzern hebt nach dem Rekordergebnis im ersten Halbjahr erneut seine Renditeziele für das Gesamtjahr an. Nun sollen vom Umsatz 6,0 bis 7,5 Prozent als Ergebnis vor Zinsen und Steuern hängen bleiben. Zuletzt hatten Vorstandschef Herbert Diess und Finanzchef Arno Antlitz 5,5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt.n"Besonders das Premiumgeschäft lief mit zweistelligen Renditen sehr gut, die Financial Services ebenfalls", sagte Diess zu den Zahlen aus den ersten sechs Monaten, zu denen das Unternehmen bereits Eckdaten geliefert hatte. Auch beim Zufluss finanzieller Mittel im Automobilgeschäft wird der Konzern optimistischer.nNachdem Volkswagen am Donnerstag das Renditeziel erneut hochgeschraubt hatte, zog nun die Porsche SE mit der höheren Prognose nach. Das Ergebnis der Stuttgarter wird maßgeblich vom Geschäftserfolg des Wolfsburger Konzerns bestimmt, an dem die Holding die Stimmrechtsmehrheit hält.