Topnews Sonntag, 20. Juni 2021 Die Tradition des Mercedes-Benz SL Sport, Luxus, Lifestyle: der Mercedes-Benz SL Am 12. März 1952 präsentiert Mercedes-Benz den spektakulären 300 SL Rennsportwagen den Medien auf einer Autobahn. Aus dem erfolgreichen Wettbewerbsfahrzeug entsteht ab 1954 die Tradition der Mercedes-Benz SL Sportwagen. Ein Autobahnstück bei Stuttgart wird am 12. März 1952 zur Bühne für den Mercedes-Benz 300 SL (W 194). Die Pressestelle der Stuttgarter Marke sorgt zwei Tage zuvor mit ihrer Einladung an ausgewählte Journalisten für Furore. Denn es geht nicht allein darum, dass der „neue Mercedes-Benz Sportwagen Typ 300 SL (Super-Leicht) [...] erstmalig Versuchsfahrten in der Öffentlichkeit“ unternimmt. Zugleich ist damit klar, dass die Marke mit diesem Fahrzeug in den Motorsport zurückkehrt, wie die Pressemitteilung vermerkt: Drei 300 SL sind bereits gemeldet für „das am 3./4. Mai 1952 stattfindende, berühmte italienische Straßenrennen, die ‚Mille Miglia‘“.Auf dem mit der Einladung verschickten Pressefoto ist ein dynamisch gezeichneter Sportwagen mit der Urform des SL-Gesichts zu sehen. Seine Flügeltüren enden auf der Gürtellinie der Karosserie. Später wird Mercedes-Benz die Ausschnitte nach unten vergrößern und damit den Einstieg erleichtern. Ganz neu ist die Struktur, die sich unter der Karosserie aus dünnem Aluminium-Magnesium-Blech verbirgt: nämlich der von Rudolf Uhlenhaut für den Rennsportwagen entwickelte und 50 Kilogramm leichte Gitterrohrrahmen aus dünnen Rohren, die nur auf Druck und Zug beansprucht sind. Die Rahmenbauart macht die am Dach angeschlagenen Flügeltüren technisch notwendig. Der Motor M 194 ist vom Serienmotor M 186 des 1951 vorgestellten Repräsentationsfahrzeugs Mercedes-Benz 300 (W 186) abgeleitet. Für den Einsatz im Rennsportwagen steigern die Ingenieure seine Leistung auf rund 125 kW (170 PS). Der um 50 Grad nach links geneigte Motor und eine Trockensumpfschmierung ermöglichen eine tief liegende Einbauposition. Auch weitere technische Komponenten des 300 SL stammen vom Mercedes-Benz 300, der legendären „Adenauer“-Limousine, und dem sportlich-luxuriösen Reisewagen 300 S (W 188).Der 300 SL ist das Fahrzeug der Saison. Bei der Mille Miglia 1952 erringt Mercedes-Benz mit dem 300 SL auf Anhieb beim ersten Renneinsatz die Plätze zwei und vier. Außerdem holt der Rennsportwagen einen Dreifachsieg beim Sportwagenrennen in Bern, einen Doppelsieg bei den 24 Stunden von Le Mans sowie einen Vierfachsieg beim Sportwagenrennen auf dem Nürburgring. Das letzte Rennen des mittlerweile 132 kW (180 PS) starken 300 SL wird mit der Teilnahme an der III. Carrera Panamericana 1952 in Mexiko bestritten. Karl Kling/Hans Klenk und Hermann Lang/Erwin Grupp erzielen einen legendären Doppelsieg.1953 entsteht aus dem so erfolgreichen 300 SL Rennsportwagen ein Nachfolgemodell, der W 194/11. Wegen seiner charakteristischen Frontpartie erhält er den Spitznamen „Hobel“. Doch er kommt nicht zum Renneinsatz. Denn Mercedes-Benz startet ab 1954 in der Formel-1-Weltmeisterschaft und konzentriert sich auf die Entwicklung des Rennwagens W 196 R.Eine ununterbrochene Tradition von Serienfahrzeugen seit 1954Die Motorsporterfolge des 300 SL Rennsportwagens im Jahr 1952 lassen schnell Rufe nach einer Serienversion aufkommen. Mercedes-Benz reagiert und stellt im Februar 1954 das Supersportwagencoupé 300 SL (W 198) sowie den sportlich-eleganten 190 SL (W 121) vor. Bis heute schreibt die Stuttgarter Marke ohne Unterbrechung die Erfolgsgeschichte des SL weiter.2021 steht ganz im Zeichen des neuen SL: Die Performance- und Sportwagenmarke Mercedes-AMG entwickelt mit ihrer umfassenden Kompetenz die Baureihe R 232, die somit im Jahr des 69. Geburtstags des Ur-SL debütieren wird.Nach dem erfolgreichen 300 SL Rennsportwagen (W 194) begeistern gleich drei stilprägende Serienfahrzeuge die Menschen weltweit: Es sind das 300 SL Coupé der Baureihe W 198 (1954 bis 1957), der offene Sportwagen 190 SL der Baureihe W 121 (1955 bis 1963) und der 300 SL Roadster der Baureihe W 198 (1957 bis 1963). Zusammen definieren diese Sportwagen viele Charaktereigenschaften kommender SL-Generationen. « Zurück