Bei Untersuchungen habe das KBA "Unzulässigkeiten" an Wohnmobilen festgestellt, heißt es in einem Brief des Behörden-Chefs. Damit könnte sich ein lange währender Verdacht bestätigen. Ein brisanter Brief aus dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) könnte der Bote eines neuen Skandals sein. Darin schreibt KBA-Chef Richard Damm: "In eigenen Untersuchungen" habe man bei mehreren Wohnmobilen "hohe Stickoxidemissionen aufgrund von Unzulässigkeiten" festgestellt. Damit könnte sich bestätigen, was für die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Empfänger des Briefs, längst feststeht: Auch in Wohnmobilen seien illegale Abschalteinrichtungen verbaut. Bei Modellen von FiatChrysler und Volkswagen habe die DUH Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen um das bis zu 19-Fache gemessen. Diese Modelle wurden von der DUH überprüft: Fiat Ducato 130 Multijet Euro 6VW (VW T5 2.0 TDI California Euro 5 An welchen Modellen das KBA wiederum Unzulässigkeiten feststellte, teilte die Behörde jedoch zunächst nicht mit. DUH fordert harte Strafen Die DUH ist überzeugt, dass das Bundesverkehrsministerium und KBA nun durchgreifen müssen. "Hersteller müssen für ihren Betrug endlich zur Rechenschaft gezogen und mit wirksamen Sanktionen bestraft werden", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Die bereits festgestellten Abschalteinrichtungen – vom KBA bislang als "legal" bewertet – seien bereits mehrfach vom Europäischen Gerichtshof als illegal eingestuft worden, betont die Organisation. "Gerade Wohnmobile müssen unbedingt mit wirksamen Abgasreinigungseinrichtungen nachgerüstet werden, da diese ein sehr langes Leben haben und sich der Wert vor allem durch die Aufbauten ergibt", sagt DUH-Verkehrsexperte Axel Friedrich.