Der Online-Neuwagenhändler MeinAuto Group hat seinen für diesen Mittwoch geplanten Börsengang überraschend abgesagt. Die Emission werde verschoben. "Grund dafür sind die derzeit ungünstigen Marktbedingungen für wachstumsstarke Unternehmen", teilte MeinAuto am Dienstag mit. Die Entscheidung hätten das Unternehmen und der britische Finanzinvestor Hg gemeinsam getroffen.nMeinAuto und Hg strebten weiter einen Börsengang an, "sobald sich die Marktbedingungen normalisieren". Das Unternehmen hatte als ersten Handelstag an der Frankfurter Börse den 12. Mai anvisiert. Geplant war eine Marktkapitalisierung von 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro.nAm unteren Ende der PreisspannenBereits am Montag hatten die begleitenden Banken den Investoren signalisiert, dass die bis zu 25,8 Millionen MeinAuto-Papiere voraussichtlich zu einem Preis zwischen 16 und 17 Euro ausgegeben würden. Die Spanne reichte ursprünglich bis zu 20 Euro. Der Börsengang hätte damit ein Volumen zwischen 412 und 439 Millionen Euro gehabt, wenn alle Aktien platziert worden wären. Die Banken erklärten, die Nachfrage reiche aus, um das geplante Volumen abzudecken.nHg hatte die Vorgänger-Firma Mobility Holding 2018 aus dem Neuwagenvermittler MeinAuto.de und Mobility Concept, der früheren Flottenleasing-Tochter der HypoVereinsbank, geschmiedet. Dritte Gesellschaft ist ein Abo-Portal für geschlossene Nutzergruppen (Athletic Sport Sponsoring / ass-team.net). Zu Jahresbeginn firmierte das Unternehmen mit 380 Mitarbeitern in MeinAuto Group um.nFrüheren Angaben zufolge hat die Gruppe derzeit 44.000 aktive Abonnenten in Deutschland. 2020 wurden über 39.000 Neuwagen-Bestellungen abgewickelt, von denen 80 Prozent von Privatkunden stammten. Der Umsatz lag im Berichtszeitraum bei 212 Euro Millionen Euro (plus elf Prozent), das EBITDA stieg um ein Viertel auf 38 Millionen Euro.