Sicherheit hat ihren Preis. Das bestätigt sich wieder einmal im neuesten Crashtest von Euro NCAP. Neben dem VW ID.4 fuhren dabei vier weitere Modelle gegen die Wand. Es gab nicht nur Bestnoten. Fünf Punkte sind die Bestnote im Crashtest von Euro NCAP. Und so gut wie jedes neue Auto erreicht die Topwertung. Dass es aber immer noch traurige Ausnahmen gibt, zeigt die neueste Testreihe der Prüforganisation. Euro NCAP steht für European New Car Assessment Programme, zu Deutsch etwa Europäisches Neuwagen-Bewertungs-Programm. Zu den Mitgliedern des NCAP gehören unter anderem der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) und das Bundesministerium für Verkehr. Insgesamt wurden dabei fünf neue Autos gecrasht: VW ID.4 (Elektroantrieb)Skoda Enyaq iV (Elektroantrieb)Cupra Formentor Plug-in-HybridDacia Sandero Stepway (Verbrenner)Dacia Logan Limousine (Verbrenner, nicht in Deutschland verkauft)Dreimal gab es die volle Punktzahl. VW, Skoda und Cupra überzeugen Der Formentor, ein SUV der Seat-Tochtermarke Cupra, hatte den Test bereits bestanden. Nun bestätigte die Variante mit Plug-in-Hybridantrieb das sehr gute Ergebnis. Auch VW ID.4 und Skoda Enyaq iV erreichen die Top-Punktzahl. Da beide sehr ähnlich gebaut sind, gleichen sich auch ihre Einzel-Bewertungen stark. VW ID.4: Das neue Elektroauto erfüllt im Crashtest die hohen Erwartungen weitgehend. (Quelle: Euro NCAP) Beim Schutz der erwachsenen Passagiere erreicht der VW 93 Prozent der Maximal-Bewertung, der Skoda sogar 94 Prozent. Dafür sorgen unter anderem die vielen serienmäßigen Front-, Vorhang- und Mittelairbags und die robusten Strukturen, die Passagiere und Batterie bei einem Unfall abschirmen. Auch der Schutz der kleinen Passagiere ist vorbildlich: Mit je 89 Prozent des Möglichen schneiden beide Autos gleich gut ab. Für seine vielen Assistenzsysteme erhält der VW mit 85 Prozent drei Punkte mehr als der Skoda. Ausbaufähig hingegen: der Schutz anderer Verkehrsteilnehmer (VW: 76 Prozent, Skoda: 71 Prozent). Dacia enttäuscht Simulierter Seitenaufprall: Für die beiden Dacias gibt's von Euro NCAP nur zwei Sterne. (Quelle: Euro NCAP) Ganz anders die beiden Dacias: Der Insassenschutz ist mit Werten um die 70 Prozent zwar nicht gut, aber gerade noch ausreichend. Richtig finster wird es aber beim Blick auf den Fußgängerschutz (41 Prozent) und die Sicherheitsausstattung (42 Prozent). Das Radar-Notbremssystem etwa kann keinen Unfall mit Fußgängern oder Radfahrern verhindern, es reagiert nur auf andere Fahrzeuge. Und eine Fahrspurunterstützung gibt es überhaupt nicht. Einziger Lichtblick: der Aufprallschutz. Er ist laut Euro NCAP so gut, dass die Dacias glatt vier Sterne erhalten könnten – wenn es nicht die Schwachstellen gäbe.