Der Druck für einen möglichst baldigen Abschluss wächst immer weiter, nachdem am Freitag im VW-Stammland Niedersachsen nach ebenfalls langwierigen Beratungen ein Ergebnis für die Betriebe im Metall-Flächenbezirk vereinbart worden war. Sowohl dort als auch an mehreren Standorten des größten europäischen Autobauers war es zuvor zu Warnstreiks gekommen.nGesucht wird ein neuer Abschluss für die gut 120.000 Tarifbeschäftigten von VW in den sechs westdeutschen Werken. Das Unternehmen bot eine Einmalzahlung von 250 Euro noch im ersten Halbjahr 2021 und im kommenden Jahr ein tabellenwirksames Entgelt-Plus von 1,2 Prozent an. Zudem sollen die Mitarbeiter anstelle der bisherigen Leistungskomponente eine "einheitliche Sonderzahlung" von 1.800 Euro pro Jahr erhalten.nDie IG Metall wies das als unzureichend zurück. Ihr Bezirkschef in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Thorsten Gröger, sagte vor dem Beginn der fünften Runde, der Metall-Flächenabschluss habe "gezeigt, dass es auch in schwierigen Zeiten möglich ist, gute und in die Zukunft gerichtete Lösungen zu finden". Eine "Eins-zu-eins-Blaupause" könne das für den Autobauer - neben der Forderung nach vier Prozent mehr Geld - aufgrund weiterer Punkte aber nicht sein. So verlangt die IG Metall bei VW auch erweiterte Umwandlungsmöglichkeiten von Arbeitszeit und Lehrstellen-Zusagen. Gröger erklärte, er erhoffe sich nun "ein ordentliches, ein faires Angebot".