Das Autogeschäft befindet sich im Umbruch. Infolge der Transformation zur E-Mobilität und der zunehmenden Digitalisierung des Fahrzeugverkaufs drängen völlig neue Marken auf dem Markt. Nach Einschätzung von Dataforce haben die neue Player gute Chancen, sich Anteile zu sichern. Denn eine aktuelle Untersuchung des Frankfurter Branchenbeobachters zeigt: Die Neuwagenkäufer sind nicht mehr so markentreu wie noch vor einigen Jahren.n"Betrachtet man die Entwicklung innerhalb eines Jahrzehnts, nimmt die Loyalität auf dem deutschen Automobilmarkt stetig ab", erklärt Katharina Wolff, Account-Managerin bei Dataforce. Gerade einmal knapp 50 Prozent blieben beim Neuwagenkauf ihrer Marke treu und jeder zweite wechsle zu einem anderen Fabrikat.nHyundai verliert StammkundennInteressant ist die Entwicklung bei Hyundai. Der Auswertung zufolge erobert der koreanische Hersteller zwar weiterhin zahlreiche Neukunden auf dem deutschen Markt, doch im Vergleich zu 2011 ist die Loyalität um 21,5 Prozentpunkte auf 37 Prozent gesunken. Knapp ein Drittel der abwandernden Hyundai-Käufer tauschen ihre i10, i20, i30 und Tucson heute für ein Modell der Konkurrenten Skoda und VW aus.nLaut Wolff ergeht es Renault ähnlich, jedoch innerhalb des eigenen Konzerns. Die Rhombus-Marke verliere an den Budget-Anbieter Dacia mit den Modellen Sandero, Dokker und Duster besonders stark. Erfreulich sei aber die Anzahl vieler neuer Kunden, die Eroberungsquote liege bei 58 Prozent. Etliche Neuwagenkäufer gäben ihre VW Golf, Opel Corsa, VW Polo und Ford Fiesta für einen neuen Renault ab, hieß es. © Foto: Dataforce VW und Toyota hatten im Jahr 2011 eine Markenloyalität weit über 60 Prozent. Sie verfolgten eine konservative Marktstrategie mit Fokus auf Kundenbindung. Wolff: "Leider haben beide Marken in den letzten Jahren an loyalen Kunden verloren und es nicht geschafft, diese durch Neukunden auszugleichen." Erfolgreich sei dagegen Ford in puncto Kundentreue, die Kölner hätten um 8,4 Prozentpunkte zulegen können. Allerdings würden sich weniger neue Kunden für diese Marke entscheiden. Laut der Dataforce-Ergebung gelingt es lediglich Dacia und Skoda noch, bestehende Kunden zu halten und dabei noch viele neue Käufer anzusprechen. So kommen 65 Prozent der neuen Dacia-Fahrer von Fremdmarken und nur 36 Prozent entscheiden sich nach dem Rumänen für einen Wettbewerber.