Seit Jahrzehnten sinkt die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland, am wenigsten profitieren von dem positiven Trend bisher aber Fahrerinnen und Fahrer von Motorrädern und Fahrrädern. Dies geht aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamts hervor. Von 1991 bis 2020 sank demnach die Zahl der Verkehrstoten insgesamt um 76 Prozent. Bei Autoinsassen betrug der Rückgang 83 Prozent, bei Fußgängerinnen und Fußgängern 80 Prozent. Bei den Fahrern von Motor- und Fahrrädern war der Rückgang mit 55 und 54 Prozent deutlich geringer.Unter den Verkehrstoten stellen Autofahrer weiterhin die größte Gruppe – obwohl ihr Anteil seit 1991 deutlich zurückging, von 60 auf 43 Prozent. Bei den Motorradfahrern erhöhte er sich von rund 11 auf 20 Prozent, bei den Fahrradfahrern von 8 auf 16 Prozent.n2719 Menschen kamen 2020 im Straßenverkehr ums LebenWegen der Corona-Pandemie war der Rückgang bei den Verkehrstoten im vergangenen Jahr besonders deutlich, wie das Bundesamt bereits Ende Februar bekanntgegeben hatte. Die Zahlen wurden nun leicht nach unten korrigiert, es waren fünf Tote weniger als mit den vorläufigen Zahlen zunächst aus den Bundesländern gemeldet worden war. Vergangenes Jahr kamen dem Bundesamt zufolge 2719 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, 10,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Es handelt sich weiterhin um den niedrigsten Stand seit mehr als 60 Jahren. Den stärksten Rückgang im Vergleich zu 2019 verzeichnet die Statistik bei der Zahl der getöteten Autoinsassen mit einem Minus von 14,2 Prozent. Die Zahl der getöteten Fußgängerinnen und Fußgänger nahm um knapp 10 Prozent ab, bei den Radfahrerinnen und Radfahrern war der Rückgang mit 4,3 Prozent deutlich geringer. 73 Prozent der getöteten Fußgänger und 60 Prozent der getöteten Radfahrer starben 2020 innerorts. Knapp 90 Prozent aller getöteten Autoinsassen und mehr als 80 Prozent der getöteten Kraftradnutzerinnen und -nutzer kamen außerorts ums Leben.