Alternative Antriebe sind die klaren Gewinner in der Corona-Krise. Besonders in den Städten nimmt die Bedeutung von nachhaltiger Mobilität und Klimaschutz zu. Das wird in der Verbraucherstudie Automobilbarometer 2021 der Consors Finanz deutlich. Von AUTOHAUS-Redakteurin Karolina Ordyniec Während der Corona-Pandemie ist das Bewusstsein der Verbraucher hin zu nachhaltiger Mobilität gestiegen und umweltfreundliche Antriebsarten erweisen sich als klare Gewinner in der Krise. In 2020 hatte bereits jeder vierte Neuwagen in Deutschland einen alternativen Antrieb - begünstigt auch durch die staatliche Unterstützung. 38 Prozent der Deutschen, die einen Kauf planen, wollen ein reines Elektroauto oder Hybridfahrzeug auswählen. Weltweit wollen das sogar 43 Prozent. Doch es wird auch deutlich, dass nicht jeder, sich einen sauberen Antrieb leisten kann, denn wegen der Corona-Krise haben viele Verbraucher ein knapperes Budget. Weltweit haben rund ein Drittel der Befragten weniger Geld für das nächste Auto zur Verfügung. 28 Prozent der Geringverdiener würden daher auf einen umweltfreundlichen Antrieb verzichten.nDas geht aus den Ergebnissen des diesjährigen Automobilbarometers International Consors Finanz hervor. Die Verbraucherstudie wurde vom 2. bis 11. September 2020 in 15 Ländern durchgeführt. Insgesamt wurden über 10.000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt.nWende beim innerstädtischen VerkehrnDer Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität und das stärkere Bewusstsein für Klimaschutz ist laut den Studienergebnissen besonders in den Städten zu beobachten. Demzufolge begrüßen 76 Prozent der Deutschen und 82 Prozent der Befragten den Ausbau nachhaltiger Mobilität zulasten des innerstädtischen Autoverkehrs. 73 Prozent halten Maßnahmen, den städtischen Autoverkehr zu reduzieren, für notwendig. Umweltfreundliche Antriebsarten sind Gewinner in der Krise.© Foto: Consors Finanz Stellenwert des Autos nimmt ab Krisenbedingt sind die Autoneuzulassungen zurückgegangen. "Die Branche steht unter Druck und die Covid 19-Pandemie hat die Lage verschärft", kommentiert Louis-Michel Duray, Head of Automotive Financial Services of BNP Paribas Personal Finance. Lediglich 32 Prozent der Befragten weltweit und 23 Prozent in Deutschland planen in den nächsten zwölf Monaten den Kauf eines Fahrzeugs. Das sind deutlich weniger als noch im Vorjahr mit 41 Prozent bzw. 34 Prozent. Gerade in Zeiten großer Unsicherheit vermittelt das Auto für 76 Prozent weltweit und 65 Prozent der Befragten in Deutschland noch immer Schutz. Geschätzt wird aber vor allem der praktische Nutzen und die mit dem Auto verbundene Freiheit und Unabhängigkeit. Das Verhältnis zum eigenen Auto ist dagegen immer weniger von Leidenschaft geprägt. "52 Prozent weltweit zeigen zwar eine Zuneigung zum Auto, jedoch nur 25 Prozent behaupten, dass sie es lieben", stellt Consors Finanz-Marketingexpertin Roberta Miglioranza heraus.nCashback-Aktion soll fortgeführt werdenn"Gerade im Bereich der Elektromobilität kann man das Jahr 2020 durchaus als Gamechanger betrachten", kommentiert Bernd Brauer, Head of Automotive Financial Services, Consors Finanz. Bereits im vergangenen Jahr hat die Bank frühzeitig darauf reagiert und die Handelspartner ihm Rahmen der so genannten Cashback-Aktion unterstützt, über die sie Kunden günstigere Zinskonditionen beim Kauf oder Leasing alternativ angetriebener Autos bieten können. Laut Brauer soll diese Aktion in diesem Jahr fortgeführt werden. Wie genau und für welchen Zeitraum, das werde derzeit noch geprüft.