Kundenverkehr reduzieren, Ansteckungsmöglichkeiten eliminieren – das ist die Idee hinter dem kontaktlosen Zulassungsprozess von Kroschke. AUTOHAUS-Chefredakteur Ralph M. Meunzel sprach darüber mit Geschäftsführer Philipp Kroschke. AUTOHAUS: Sie haben ein Konzept vorgestellt, dass eine weitgehend kontaktlose Zulassung vorsieht. Was ist das Wesentliche? Philipp Kroschke: Letztlich ist der Gedanke fast schon trivial und entstammt dem ersten Lockdown, wo die Zielsetzung war, einen kontaktlosen Prozess aufzuzeigen, der es ermöglicht, menschliche Interaktion zu unterbinden. Die Idee war, über eine Art Schleusensystem zu arbeiten, in dem sowohl im Autohaus als auch auf der Zulassungsstelle ein Raum zur Verfügung gestellt wird, in dem die Vorgänge kontaktlos übergeben werden können. Wir als Dienstleister bilden dann die logistische Brücke. Unsere Mitarbeiter arbeiten dabei unter hohen Hygienevorkehrungen.nAH: Wer wird dabei wie entlastet? P. Kroschke: Die Entlastung findet dahingehend statt, dass man den für Zulassungsstellen typischen Kundenverkehr komplett reduziert und Ansteckungsmöglichkeiten eliminiert. Damit soll sichergestellt werden, dass Zulassungsstellen weiter arbeitsfähig bleiben und die Zulassungsprozesse gewährleistet werden können. Keine Raketenwissenschaft, aber manchmal sind es tatsächlich die einfachen Lösungen, die eine große Wirkung erzielen können.nAH: Was muss das Autohaus dafür tun? P. Kroschke: Das Autohaus muss letztlich nur einen Raum zur Verfügung stellen, in dem der Dienstleister die Unterlagen kontaktlos abholen kann.nAH: Von wem wurde Ihr Vorschlag schon akzeptiert? P. Kroschke: Zuletzt haben wir das Thema mit dem Landtagsabgeordneten Markus Meysner aus dem hessischen Landtag diskutiert, der sich sehr deutlich für eine Unterstützung dieser Lösung ausgesprochen hat.nAH: Wo wird dieses Konzept umgesetzt?nP. Kroschke: Das würde jetzt zu weit führen, alle Zulassungsstellen und Kunden aufzuführen, bei denen dieses Modell bereits praktiziert wird, aber wir wollen inbesondere im Hinblick auf die aktuelle Infektionslage immer gerne wieder dafür sensibilisieren. An vielen Stellen war man zuletzt ein bisschen der Meinung, dass wir uns wieder im Normalzustand befänden. Inbesondere auf Kundenseite. Das ist mitnichten so. Es gilt weiterhin, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Zulassungsstellen, in den Autohäusern und auch bei den Dienstleistern zu schützen, aber gleichzeitig die Zulassungsprozesse stabil aufrecht zu erhalten.nAH: Werden wir nach Corona wieder die gewohnten Verhältnisse haben? P. Kroschke: Aus meiner Sicht verändert Corona ganz grundlegend die Art und Weise, wie wir Fahrzeuge oder vielleicht sogar noch eher Mobilität beziehen wollen und wie dann auch die vor-, bei- und nachgelagerten Prozesse sich dem anpassen müssen. Die Zulassung wird digital. Und selbst wenn man direkt nach der Pandemie erstmal zu 'alten' Prozessen zurückkehren wird, so hat die Pandemie doch deutlich gemacht, dass digitale Prozesse weniger anfällig gewesen wären oder gewesen sind. Eine Rückkehr zu gewohnten Verhältnissen wird es aus meiner Sicht nur als 'Übergangslösung' geben. Der Wunsch nach Veränderung und Digitalisierung ist mittlerweile derartig groß, dass es ein komplettes Zurück nicht mehr geben kann. Wie lang diese Übergangszeit allerdings sein wird, kann ich nicht sagen.nEin Schaubild der kontaktlosen Kfz-Zulassung steht unten zum Download bereit. Das komplette Interview mit Philipp Kroschke lesen Sie in der AUTOHAUS-Ausgabe 3/2021 ab dem 29. Januar! Mehr zum Print-Abonnement unter https://next.autohaus.de