Volkswagen hat Zoff mit Bosch und Continental: Engpässe bei Computerchips machen dem Konzern zusehends zu schaffen. Jetzt prüft er, ob ihm Schadenersatz zusteht. Foto-Serie mit 21 Bildern Der wegen fehlender Halbleiter-Bauteile zu Produktionskürzungen gezwungene Autobauer Volkswagen prüft einem Bericht zufolge Schadenersatzansprüche gegen seine Zulieferer Bosch und Continental. "Unmut" zwischen VW und Zulieferern Die Branchenzeitung "Automobilwoche" berichtete am Sonntag, VW spreche inzwischen auch mit möglichen Alternativlieferanten, um den Chip-Mangel zu beseitigen. An den entstehenden Mehrkosten wolle Volkswagen sowohl Bosch als auch Continental beteiligen. Offiziell will sich der Wolfsburger Konzern dem Bericht zufolge nicht äußern. "Das kommentieren wir nicht", sagte ein Sprecher der Branchenzeitung. Bei Bosch hieß es demnach, solche Fragen werde man "zu gegebener Zeit mit unseren Kunden und Zulieferern direkt besprechen". Auch der "Spiegel" berichtete über "Unmut" zwischen VW und seinen beiden großen Zulieferern wegen fehlender Chips. Der Engpass bei Computerbauteilen zwingt den Konzern seit Dezember zu Produktionskürzungen und Kurzarbeit an einzelnen Standorten in China, Nordamerika und Europa. Betroffen seien Fahrzeuge der Marken VW und VW Nutzfahrzeuge sowie Skoda, Seat und Audi. Auch zahlreiche andere Autobauer haben die Produktion in einigen Werken ausgesetzt oder gedrosselt.