Mit Hand oder Ellbogen auf den Knopf drücken und warten, bis es grün wird – an einer Kreuzung in Düsseldorf gehört das nun der Vergangenheit an. Dort wird der erste kontaktlose Ampeltaster Europas getestet. Der berührungslos arbeitende Radartaster wurde an einer Ampelanlage im Stadtteil Gerresheim montiert, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Treten Fußgänger näher das Gerät heran, wird die Ampel für sie grün, ein zusätzlicher Knopfdruck ist nicht nötig.nHerzstück des schwarzen Kästchens mit seitlich angebrachten LED-Leisten ist ein kleiner Radarsensor. Betritt ein Fußgänger einen Bereich vor dem Taster, wird er von diesem erkannt. Trete man näher an das Gerät heran, löse das die Anforderung für den Wechsel auf »grün« aus, erklärte die Stadtverwaltung Düsseldorf. Dann leuchtet wie gewohnt der Schriftzug »Signal kommt« auf. Der Bereich, in dem das Gerät reagiert, kann in vier Stufen zwischen zehn Zentimeter und einem Meter eingestellt werden. Die Blindensignalisierung an der Unterseite des Gerätes bleibe dabei erhalten, teilte die Stadt mit.Testlauf kostet rund 6400 EuroDie Kosten von rund 6400 Euro für den Düsseldorfer Praxistest teilen sich der Hersteller des kontaktlosen Ampeltasters und die Stadt. »Diese innovative Lösung für die Straße wird jetzt in Düsseldorf getestet und damit europaweit erstmalig eingesetzt«, erklärte die Verkehrsdezernentin der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt, Cornelia Zuschke. Bei einem positiven Verlauf der Testphase soll der zeitgemäße Taster bei anstehenden Umrüstungen von Ampelanlagen bei Bedarf eingesetzt werden, so Zuschke. Die Auswahl der Ampelanlage an der Bender-, Dreher- und Neunzigerstraße erfolgte nach Angaben der Stadt Düsseldorf bewusst. Sowohl der dort vorhandene Radweg, als auch eine geteilte Fußgängerfurt stellen besondere Herausforderungen bei der Einstellung des Erkennungsfeldes dar, um ein unbeabsichtigtes Auslösen zu verhindern. Für die Fußgänger vor Ort hat der Test in jedem Fall einen positiven Nebeneffekt: Sie können im Corona-Alltag auf einen Knopfdruck verzichten. Zwar sind bislang so gut wie keine Übertragungen des Coronavirus durch kontaminierte Oberflächen bekannt, dies sei aber insbesondere in der Umgebung infektiöser Personen nicht auszuschließen, warnt das Robert Koch-Institut.nIcon: Der Spiegel