Die Klimaanlage erhöht den Spritverbrauch um bis zu ein Fünftel. Das kann man sich ja im Winter ersparen, denken viele Autofahrer. Ein Experte erklärt, ob das wirklich eine gute Idee ist. "Tatsächlich sollte die Klimaanlage auch bei winterlicher Kälte nicht permanent ausgeschaltet bleiben", sagt Thomas Schuster, Kraftfahrzeug-Experte der Sachverständigen-Organisation KÜS. Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Denn zum einen kann sie natürlich den Innenraum erwärmen – genau wie andere Fahrzeugheizungen auch. Obendrein entzieht die Klimaanlage der Luft aber Feuchtigkeit. Und das ist gerade im Winter praktisch: Wenn die Windschutzscheibe nämlich von innen beschlagen ist, schafft die Klimaanlage deutlich schneller freie Sicht als eine reine Gebläseheizung. Foto-Serie mit 12 Bildern An wirklich kalten Tagen hat allerdings auch die Klimaanlage eine Weile damit zu tun – vor allem, wenn der Innenraum des Autos noch nicht aufgewärmt ist. Dann sollten Sie zusätzlich das Gebläse auf die höchste Stufe stellen und den Luftstrom möglichst auf die Windschutzscheibe ausrichten. In vielen Autos mit einer Klimaautomatik schaltet sich übrigens beim Beginn der Fahrt der Klimakompressor automatisch ein, um der Luft die Feuchtigkeit zu entziehen. Eine manuelle Klimaanlange hingegen müssen Sie natürlich selbst einschalten. Einschalten erhöht Lebensdauer Neben beschlagenen Scheiben gibt es aber einen weiteren wichtigen Grund, um ab und zu auch im Winter die Klimaanlage einzuschalten: ihre Lebensdauer. Nur wenn sie regelmäßig benutzt wird, bleiben nämlich ihre Dichtungen und der Kompressor gut geschmiert. "Zudem verringert ein regelmäßiges Umschalten zwischen Klimatisierung und konventioneller Gebläseheizung grundsätzlich die Gefahr von Pilzbefall", sagt KÜS-Experte Schuster.