Bei Limousinen ist es wie bei Motorjachten – je länger, desto luxuriöser. Das wissen sie auch bei Mercedes. Und schicken die neue S-Klasse als Spitzenmodell ins Rennen. Zum Spitzenpreis, versteht sich. Künftig stehen die Achsen dann 3,40 Meter auseinander, von Stoßstange zu Stoßstange misst der längste Pkw im Mercedes-Programm 5,47 Meter. Zum Vergleich: Schon die Langversion der neuen S-Klasse misst 5,29 Meter. Und selbts die Basisvariante ist mit 5,18 alles andere als ein Kleinwagen. Bordbar mit passenden Gläsern Der Raumgewinn kommt laut Hersteller allein den Fond-Passagieren zugute: Sie fahren in Loungesesseln mit Liegeposition und ausklappbaren Fußstützen, schreiben auf Klapptischen aus der Mittelkonsole oder erfrischen sich mit Kaltgetränken aus der Bordbar, die in eigenen Maybach-Gläsern gereicht werden. Für zusätzlichen Komfort gibt es neben der üblichen Sitzheizung für die zweite Reihe nun auch Nacken- und Schulterheizung. Die Gurte werden wie in den Coupés und Cabrios aus Stuttgart automatisch angereicht. Und weil die großen Türen so schwer sind, hat Mercedes dafür auf Wunsch elektrische Unterstützung im Angebot. Außerdem soll eine aktive Geräuschunterdrückung für vornehme Stille an Bord sorgen. Preis noch unbekannt Zum Preis und dem Antrieb macht Mercedes noch keine exakten Angaben. Doch nachdem schon der S 500 als Sechszylinder-Benziner mit dem bislang größten Radstand bereits bei 120.000 Euro startet, dürfte es den Maybach kaum unter 180.000 Euro geben - zumal Mercedes als Einstiegsmotor einen noch nicht näher spezifizierten V8 angekündigt hat. Dabei soll es aber nicht bleiben: Exklusiv für den Maybach hält Mercedes weiter an einem V12-Triebwerk fest, während das bei BMW Siebener und Audi A8 gerade ausgemustert wird.