Topnews Samstag, 31. Oktober 2020 Alpine A110 S: Pures Adrenalin Alpine A110 S Vom Fahren her ist die Alpine A110 S ein fast schon verschreibungs-pflichtiges Genussmittel.Ihr Vierzylinder-Turbomotor leistet aus 1.8 Litern Hubraum satte 292 PS, das sind 40 PS mehr als bislang. Wir haben ausprobiert, was das schnittige Kraftpaket aus Dieppe alles zu bieten hat. Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Alpine A110 S Darf es ein bisschen mehr sein? Getreu diesem Motto sorgt das Zusatzkürzel S bei der Alpine A110 für gesteigerte Emotionen und Begeisterung. Die sportliche Pflegekur erkennt man bei der Alpine A110 S erst auf den zweiten Blick. Hier dominiert die Farbe Orange - dies bei den Bremssätteln und weiter im Interieur bei den Kontrastnähten oder der 12-Uhr-Stellung des Lenkrads. Wo es besonders leicht sein soll, liefert ein knapp drei Kilogramm leichteres Carbondach in Sichtoptik (2585 Franken), die nur 13,1 Kilogramm schweren Sabelt-Sitze oder die geschmiedeten 18-Zoll-Fuchs-Leichtmetallräder (1086 Franken) den Bezug zum Rennsport.Das allein macht aber die gesteigerten Qualitäten der A110 S noch nicht aus - mitunter entscheidend für den sportiven Charakter sind die fahrdynamischen Eigenschaften. Dazu trägt eindrücklich der Vierzylinder-Turbomotor mit seiner kernigen Kraftentfaltung bei. Mit einem um 0,4 bar angehobenen Ladedruck mobilisiert er aus unverändert 1.8 Liter Hubraum 292 PS und ein maximales Drehmoment von 320 Nm zwischen 2000 und 6400 Umdrehungen. Letzteres sorgt für eine souveräne Schubkraft in allen Lebenslagen.Doch nun wollen wir wissen, ob die Zahlen und Fakten halten, was die A110 S verspricht. Wir nehmen Platz auf den perfekt konturierten und nur längsverstellbaren Sportsitzen und erfreuen uns im wertig verarbeiteten Interieur erst einmal am übersichtlichen Armaturenbrett. Die Ausstattung konzentriert sich auf das Wesentliche, in Ordnung gehen auch 196 Liter Volumen für die beiden Gepäckfächer – vorne 96 Liter und hinten 100 Liter.Emotionen schon beim Starten des Mittelmotors! Wer es etwas martialisch krachen lassen will, wechselt gleich über den roten Knopf im griffigen und unten abgeflachten Lenkrad in den Sport-Modus. Die Wahl von Normal über Sport bis zu Track verändert neben der Grafik der Instrumente auch die Gasannahme, den Motorsound sowie die Regelung der Stabilitätssysteme. Und das hat es in sich!Entscheidend für die überzeugende Gesamt-Perfomance, die gelungene Verbindung von Kraft und Handling, ist natürlich auch die gestraffte Fahrwerksabstimmung mit geänderten Schraubenfedern und neu abgestimmten Dämpfern. Das hat sich gelohnt. Geboten wird ein ein überaus agiles Fahrverhalten mit einer unvergleichlich mitreissenden Kurvenfreude - besonders enge Radius erhöhen Spass deutlich. Dies vermittelt in Kombination mit dem spontanen Ansprechverhalten des Turbomotors ein äusserst intensives Fahrgefühl, das ganz klar auf eines ausgelegt ist: Extrem viel Spass hinterm Lenkrad! Perfekt agieren dazu die 4-Kolben-Festsattelbremsen vorn und 1-Kolben-Festsattelbremsen hinten mit satter Verzögerung, als weiteres auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe - die Funktion eines Schalthebels übernehmen drei Tasten in der Mittelkonsole oder sämtlich aktuell verfügbaren Elektronik-Finessen. Aber genug der Emotionen, hier kommen die Fakten: Mit der leicht gesteigerten Höchstdrehzahl schafft die knapp über 1.1 Tonnen schwere Alpine auf unbegrenzten Autobahn-Abschnitten bis zu 260 km/h, nur 4,4 Sekunden dauert es, bis Tempo 100 erreicht ist. Dass man orchestriert vom herrlichen Sound der aktiven Sportauspuffanlage nicht mit dem angegebenen Normverbrauch von 6,5 Liter auf 100 Kilometer auskommt, ist absolut verzeichlich.Dennoch dezent, aber einen Tick leistungsorientierter als das Basismodell A110 (ab 62'700 Franken) lässt die ab 74'800 Franken erhältliche Alpine A110 S motor- und fahrwerksseitig keine Wünsche offen. So mancher automobile Feinschmecker wird da voller Begeisterung Platz in der heimischen Garage schaffen! atn/war « Zurück