Bus und Bahn haben durch Corona an Attraktivität verloren. Viele Haushalte wollen daher in automobile Alternativen investieren. Die Angst vor dem Corona-Virus lässt viele Deutsche über den Kauf eines zusätzlichen Familienautos nachdenken. Einer Umfrage des Marktbeobachters DAT zufolge ziehen 16 Prozent der Verbraucher den Erwerb eines weiteren Pkw in Betracht, damit mehr Familienmitglieder "kontaktlos mobil" sein können. Gegenüber einer gleichen Befragung im Mai ist das ein Zuwachs von vier Prozentpunkten.nBesonders stark ausgeprägt war diese Haltung laut DAT bei jungen Pkw-Haltern unter 30 Jahren. Sie stieg dort seit Mai von 23 auf 31 Prozent. Ähnlich ausgeprägt war die Steigerung bei Mehrpersonenhaushalten mit Kindern (von 24 auf 31 Prozent).nInsgesamt ist die Angst vor dem Virus gegenüber dem Mai leicht gesunken. 60 Prozent sehen allgemein eine große Bedrohung (minus vier Prozentpunkte), 43 Prozent machen sich konkret große Sorgen um die eigene Zukunft (minus sechs Punkte). Keine Angst empfinden 18 Prozent (plus zwei Punkte). Dass der Boom bei Elektroautos eng mit der im Zuge der Corona-Krise erhöhten Förderung zusammenhängt, bestätigt die DAT-Umfrage. 29 Prozent gaben an, dass sie sich wegen der Elektro-Prämien der Bundesregierung und Hersteller intensiver als bisher mit der Antriebstechnologie beschäftigt haben. Auch hier war die Zustimmung bei der Teilgruppe der Unter-30-Jährigen (43 Prozent) besonders hoch.nBei der Frage nach der Wahl der Motorart im Zuge eines Autokaufs hat weiterhin der Benziner die Nase vorne (43 Prozent). 29 Prozent würden sich "am wahrscheinlichsten" für einen Hybriden bzw. Plug-In-Hybriden entscheiden, 15 Prozent für ein Dieselfahrzeug. Ein reines Batterieauto käme für jeden Zehnten am ehesten in Betracht. Der Gasantrieb hat dagegen kaum Relevanz (drei Prozent). (SP-X)