Die Mehrwertsteuer wurde im Juli befristet auf 16 Prozent gesenkt – auch für den Autokauf. Zusätzlich lockten teils kräftige Rabatte. Jetzt zeigt eine Studie: Die Preise ziehen wieder an. Foto-Serie mit 10 Bildern Auf dem deutschen Automarkt halten sich die Hersteller mit Neuwagenrabatten zurück. Das geht aus der jüngsten Ausgabe des regelmäßig erstellten Auto-Monitors des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer hervor. Es würden Herstellungskapazitäten abgebaut, statt den Markt mit hohen Anreizen aufzupumpen. Nicht nur bei den stark geförderten Elektroautos seien eher knappere Lagerbestände und lange Lieferfristen zu beobachten. Rabatte für die 30 populärsten Modelle gingen zurück Die bei Internet-Angeboten ausgewiesenen Rabatte für die 30 populärsten Modelle gingen der Studie zufolge leicht auf 19,5 Prozent des ursprünglichen Listenpreises zurück. Gleichzeitig meldeten Hersteller und Händler aber einen vom Vormonat um 1,6 Punkte gestiegenen Anteil von 23,8 Prozent der Neuwagen auf eigene Rechnung an. Großer Kosten-Check: Das sind die zehn günstigsten Kleinwagen Solche Autos werden in der Regel nach kurzer Zeit zu sogenannten Hauspreisen in den Markt gedrückt. Die Preise für die neuartigen Auto-Abos einschließlich Wartung und Versicherungen blieben weitgehend stabil. Im Vergleich zu den Vorjahren seien die Preisnachlässe auf einem niedrigeren Niveau. Autoexperte Dudenhöffer: "Das Klima wird härter" Dudenhöffer rechnet mit einem weiteren Stellenabbau bei den Herstellern, die derzeit noch das Kurzarbeitergeld nutzten, um die Kosten abzufedern. Anschließend werde man in die Abfindungsprogramme gehen oder gar zu betriebsbedingten Kündigungen schreiten. "Das Klima wird härter", folgert Dudenhöffer.