Jürgen, das Auto muss Du aber nicht gießen. Nico, ich gieße das Auto nicht. Das Wasser hier ist lediglich eine flüssige Überleitung zum originellsten Detail, das der Wagen bietet, mit dem wir heute eine Runde drehen. Der neue Ford Puma. Der hat nämlich im Kofferraum eine Art eingebaute Spülschüssel, Mega Box nennt sich die und die fasst 81 Liter. Und der Clou daran ist, es sogar einen Ablaufstöpsel, durch den das Wasser wieder ablaufen kann. Warum ist die eingebaut? Zum Beispiel, um schmutzige Wanderschuhe, nasse Neoprenanzüge oder erdige Blumentöpfe zu transportieren und danach den Kofferraum wieder feucht säubern zu können. Wir wollten ja eine Runde drehen. Vorher sollten wir aber das Wasser wieder ablassen. Die Wasserspiele sind zu Ende, jetzt befassen wir uns mit dem ganzen Auto. Das ist der neue Ford Puma, seit Ende 2019 auf dem Markt, und der Puma basiert technisch auf dem Ford Fiesta. Er ist, wenn man so will, ein SUV gewordene Fiesta. Bisschen größer, bisschen bulliger. Wir fahren eine Ausstattung Stufe, die nennt sich ST-Line X. Insgesamt gibt es fünf Ausstattungsniveaus und unsere hier, die zeichnet sich aus z.B. durch einen schwarzen Dachhimmel, durch Lederlenkrad mit roten Ziernähten, durch Sitze, Stoff-Leder-Kombination mit roten Ziernähten. Es gibt einen 12,3 Zoll großen Bildschirm im Cockpit, ein digitales Cockpit also, einen acht Zoll großen Touchscreen, über den Navigation und Multimedia-Anlage gesteuert werden. Wir haben hier auch viele Tasten auf dem Lenkrad. Darüber lassen sich vor allen Dingen viele der Assistenzsysteme aktivieren bzw. einstellen, etwa der adaptive Tempomat, der Notbremsassistent. Es gibt einen toten Winkelwarner, es gibt eine Verkehrszeichenerkennung und diese Verkehrszeichenerkennung ist sogar noch mit einer Falschfahr- , also falsche Richtung Fahr-Warnung ausgestattet. Wenn man also auf die falsche Fahrbahn z.B. auf der Autobahn auffährt, dann geht es hier richtig Alarm. So, was haben wir noch. Wir haben hier unten einen Fahrprogramm-Schalter, wo sich fünf Fahrmodi einstellen lassen, z.B. Eco, Sport, rutschig, unbefestigte Straße oder normal. Und es gibt als Extra in unserem Auto für 975 Euro Aufpreis ein zweigeteiltes Panorama-Schiebedach, das sich elektrisch betätigen lässt. Beschäftigen wir uns ein wenig mit dem Außendesign des neuen Puma. Puma, der Name einer Raubkatze, und ich finde, das trifft es ganz gut. Das spiegelt sich auch in der Karosserie wider, die durchaus muskulös und gleichzeitig geschmeidig wirkt. Hier haben wir auch so nette Details, wie etwa diese Tagfahr-Scheinwerfer, die so ein bisschen aussehen wie Krallenkratzer. Und es gibt hier diesen großen, Kühlermund, das Maul mit schwarzem Kunststoff, grob geplannt. Wir fahren die ST-LineX-Ausstattung und die ist auch von außen erkennbar, zum Beispiel an 18 Zoll Rädern, zum Beispiel an sogenannten High-Gloss-Einlegern, also glänzend schwarzen Streifen hier in den Schwellern. Außerdem gibt's mal wieder rundum im Fond dunkel getönte Scheiben. 4,21 Meter ist der Puma lang, 1,80 breit und 1,55 hoch. So und jetzt werfen wir noch einen Blick unter die Haube. Für den Ford Puma gibt es eine Diesel und zwei Benzin-Motorisierungen. Wir fahren den Mild-Hybrid-Antrieb mit dem kleinen Benzinmotor. Und dabei handelt es sich um einen 1,3-Liter Dreizylinder mit Turboaufladung, Direkteinspritzung und Zylinderabschaltung. Heißt, bei wenig Last fährt der Motor nur mit zwei Zylindern. Der Motor entwickelt 125 PS Leistung, also 92 kW, dazu ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern. Er erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Temp und als Durchschnittsverbrauch laut WLTP-Norm gibt Ford 5,4 Liter an. Wir fahren das Auto so im Alltag jetzt mit gut sechs Litern Verbrauch. Die Hybrid-Komponente, dabei handelt es sich um einen Riemenstarter-Generator, also um eine Elektromaschine, die mit 48 Volt Spannung arbeitet, die 11,5 kW leistet. Das entspricht ungefähr 16 PS. Und diese Maschine unterstützt den Benziner beim Anfahren, beim Beschleunigen und sie gewinnt Energie zurück, wenn das Auto ausrollt. Und diese zurückgewonnene Energie wird in einen luftgekühlten Lithium-Ionen-Akku eingespeist. Dort steht sie dann wieder zur Verfügung für den nächsten Beschleunigungsvorgang. Das wollten wir uns jetzt nochmal in der Praxis bisschen genauer anschauen. Ein Puma schleicht sich normalerweise auf weichen Pfoten an. Das ist bei diesem Auto nicht ganz der Fall. Der Dreizylinder-Motor ist doch recht knurrig und ziemlich laut. Insgesamt jedoch das Fahrgefühl, vor allen Dingen die Straßenlage, das Kurvenverhalten, das macht richtig Spaß, das ist gut. Die Lenkung ist prima und wir haben hier noch ein 6-Gang-Schaltgetriebe, das lässt sich auch prima schalten. Es gibt als Alternative noch eine 7-Gang-Automatik, die kostet dann 1750 Euro Aufpreis. Nicht so gut in dem Auto, das muss man vielleicht noch erwähnen, ist die Rundumsicht. Apropos Rundumsicht, Nico, ich würde sagen, wir schauen noch mal nach hinten, oder? Ja, alles klar. Das wollte ich dir nochmal zeigen, wie es hier im Fond zugeht. Für Beine und Knie ist der Platz relativ großzügig, für den Kopf hingegen, Kopf und Schultern, da wird es dann deutlich enger. Es ist eben ein Kompakt-SUV. Kleine Besonderheit: Es gibt hier auch für die hinteren Passagiere eine extra Glasscheibe im Dach. [00:06:56][18.1]Jetzt wollen wir uns aber wirklich den Kofferraum anschauen. Der hat eine automatische Klappe, die sollte eigentlich durch Darunterbewegen des Fußes funktionieren. [00:07:09][10.3]Beim vierten Mal geht's dann. Also Ladekante ist 77 Zentimeter hoch, das heißt schwere Sachen, da braucht man schon etwas Armkraft, um die nach oben zu hieven. 456 Liter Fassungsvermögen hat der Kofferraum, bei umgeklappten Rücksitzlehnen werden daraus 1216 Liter. Und jetzt habe ich noch eine Überraschung für dich, Nico. Aber das kenne ich doch schon Jürgen. Warte es ab. Ich habe nämlich aus dem Spülfach, schau her, ein Eisfach gemacht.Guck mal, hier stehen für uns bereit zwei eisgekühlte Drinks. Ist das nicht toll. Aber das Fazit fehlt noch. Gutes Fazit. Gut gefällt uns dieses prima Fahrwerk, der effiziente Antrieb und der clevere Kofferraum. Weniger gut gefällt uns dieses doch etwas beengte Gefühl im Fond und die nicht ganz so gute Rundumsicht. 23395 Euro kostet das Grundmodell und unsere Variante 26709 Euro.