Wegen zu hoher CO2-Emissionen steht ein SUV-Modell von Mercedes aktuell in der Kritik. Umweltschützer der Deutschen Umwelthilfe fordern die Hersteller auf, die Produktion dieser "Klimakiller" einzustellen. Mercedes hat mit seinem aktuellen SUV-Modell GLS einen unrühmlichen Autopreis gewonnen: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) verlieh dem Stadtgeländewagen den "Goldenen Geier" in der Negativ-Rubrik der "ökologisch unsinnigsten SUV". Bei der Entscheidung zwischen insgesamt fünf nominierten Fahrzeugen entschied sich etwa ein Drittel der 18.000 Teilnehmer für den Mercedes-SUV, wie die DUH mitteilt. Die Nominierten stammten auch von VW, Audi, BMW und Range Rover. Hoher CO2-Ausstoß ist extrem klimaschädlich Die DUH verlieh den Preis für die weiterentwickelte AMG-Version des "Monster-SUV". Die Umweltschützer kritisierten die Leistungsstärke von 600 PS und ein Leergewicht von rund 2,5 Tonnen. Sie forderten einen Verkaufsstopp für derartige SUV. "Gerade die besonders großen Stadtgeländewagen sind extrem klimaschädlich und passen nicht in unsere Städte", erklärte die Organisation. Bereits auf dem Prüfstand verbrauche der GLS AMG 11,9 Liter Benzin pro 100 Kilometer. Der CO2-Ausstoß sei mehr als dreimal so hoch wie der aktuelle EU-Flottengrenzwert für Neufahrzeuge. "Die Hersteller propagieren mit dicken Werbebudgets diese Klimakiller als angeblich unverzichtbar für den 'urban lifestyle'", erklärtw DUH-Vizegeschäftsführerin Barbara Metz. "Wir fordern Daimler auf, das SUV-Wettrüsten mit Modellen wie dem GLS sofort zu beenden und die irreführenden Werbeaussagen zu unterlassen." Metz forderte außerdem "ein Verbot oder eine Zulassungssteuer von mehreren zehntausend Euro bei Erstregistrierung oder Ummeldung von besonders klimaschädlichen Fahrzeugen" und sprach sich gegen größere Parkplätze in Innenstädten aus.