Die VW-Finanzsparte hat die Corona-Krise deutlich zu spüren bekommen. Der Vertragszugang sank im ersten Halbjahr um über 17 Prozent. Auch das Ergebnis gab wegen höherer Risikokosten kräftig nach. Die Corona-Krise hat in der Halbjahres-Bilanz der Volkswagen Finanzdienstleistungen deutliche Spuren hinterlassen. Die Anzahl der Neuverträge fiel in den ersten sechs Monaten 2020 um 17,4 Prozent auf 3,4 Millionen Stück, wie die Konzernsparte am Mittwoch mitteilte. "Aufgrund der Covid-19-Pandemie mussten wir im ersten Halbjahr erhebliche Einbußen bei den Vertragszugängen hinnehmen", sagte Finanzvorstand Frank Fiedler in Braunschweig. Der gesamte Vertragsbestand stieg allerdings im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt auf mehr als 21,3 Millionen Stück leicht an (plus 1,8 Prozent).nIn Deutschland, dem größten Einzelmarkt der Volkswagen Finanzdienstleistungen, belief sich der Vertragsbestand per 30. Juni auf fast 6,36 Millionen Stück, 2019 waren es zu diesem Zeitpunkt 6,30 Millionen. Auch hierzulande war das Neugeschäft deutlich rückläufig (rund 993.000 Stück; minus 17 Prozent).nDas operative Ergebnis der Sparte nahm nach Unternehmensangaben um knapp zehn Prozent auf 1,16 Milliarden Euro ab. Hier hätten sich höhere Risikokosten für Kredit- und Restwertrisiken, die das gesamte Portfolio betreffen, belastend ausgewirkt, erklärte Fiedler.nFür das Gesamtjahr geht der Geschäftsbereich von einem Ergebnis deutlich unter Vorjahresniveau (2,96 Milliarden Euro) aus. Fiedler betonte: "Auch im zweiten Halbjahr sehen wir uns weiterhin hohen Unsicherheiten gegenüber." Um das Geschäft abzusichern, wolle man das bestehende Kostensenkungs- und Effizienzprogramm weiter intensiv vorantreiben. (rp)