Auto Bierschneider führt ab Mitte Juli die Volkswagen- und Audi-Häuser der insolventen Handelsgruppe von der Ostalb weiter. Der neue Eigentümer will die Standorte ausbauen. Auto Bierschneider expandiert im östlichen Baden-Württemberg. Das Familienunternehmen übernimmt die VW- und Audi-Betriebe der insolventen Auto Wagenblast + Co. KG in Aalen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim. Der offizielle Neustart in allen Niederlassungen erfolge zum 15. Juli 2020, teilte die Bierschneider Gruppe am Freitag in Weißenburg mit.n"Wir wollen die Autohäuser nicht nur weiter betreiben, wir wollen sie auch weiter ausbauen", erklärte Inhaber und Geschäftsführer Michael Fleischmann. Digitalisierung, Service und Fahrzeugangebot würden mit neuem Elan angegangen.nDie bislang auf zwei Gesellschaften verteilten Autohäuser in Aalen, Schwäbisch Gmünd und Heidenheim werden den Angaben zufolge künftig in einer GmbH firmieren. Der Verwaltungssitz wird in Aalen sein, mit den Geschäftsführern Daniel Barban und Timo Mages.n"Insbesondere im Bereich der jungen Gebrauchten wollen wir das Geschäft erheblich ausbauen", erklärte Mages. Hier sehe er die ganze Region bislang schlecht mit vergleichbaren Angeboten bedient. Nach Monaten relativen Stillstands in den Autohäusern würden ab sofort hunderte Fahrzeuge von anderen Bierschneider-Standorten nach Ostwürttemberg gebracht.nInsolvenz im AprilnUngeklärte Fragen zur Zukunftsausrichtung hatten die Wagenblast-Gruppe bereits seit einiger Zeit belastet. Im April folgte schließlich der Gang vor das Insolvenzgericht (wir berichteten). Zuletzt beschäftigte das 1922 gegründete Traditionsunternehmen an fünf Standorten mehr als 200 Mitarbeiter.n"Die Vorteile für die Kunden durch die Übernahme von Bierschneider liegen auf der Hand", sagte Barban. Mit der Firmengruppe im Rücken sei sichergestellt, dass die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi weiter gut auf der Ostalb vertreten seien – mit dem kompletten Serviceprogramm inklusive eigenen Spenglereien und Lackierereien.nInhaber Fleischmann unterstrich, dass die Bierschneider Gruppe trotz ihrer Größe "nach wie vor ein Familienbetrieb ist, der sich hohen ethischen Leitsätzen verpflichtet fühlt". Das Unternehmen betreibt in Baden-Württemberg und Bayern künftig 23 Autohäuser der Marken VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Seat, Skoda, Jaguar und Land Rover. Zusammen mit den neu hinzugekommenen Betrieben beschäftige man nunmehr circa 1.100 Mitarbeiter, hieß es.nErst im August 2019 hatte Bierschneider die Seat-Niederlassung in Hüttlingen übernommen. Fleischmann wollte nicht ausschließen, "dass künftig an allen Standorten ein Seat-Service angeboten wird". (rp)