Im Zuge der Corona-Krise sparen viele Automobilhersteller auch bei der Forschung. Der Durchbruch neuer Mobilitätsformen kommt trotzdem, sagt eine Unternehmensberatung.  Die Corona-Krise verzögert die Entwicklung des autonomen Fahrens und des E-Autos, wird sie aber nicht lange aufhalten. Das zumindest prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Company. Für 2024 rechnet sie mit dem endgültigen weltweiten Durchbruch der Elektromobilität und mit den ersten kommerziellen Roboterauto-Diensten.nIn der Kostenbilanz erreicht das E-Auto der Studie zufolge noch im laufenden Jahr das Niveau konventioneller Fahrzeuge. Und sie werden noch günstiger: Für 2025 rechnen die Experten mit Akku-Kosten von 85 Euro pro Kilowattstunde – rund ein Drittel weniger als noch 2018. Darüber hinaus wächst das Angebot an E-Modellen ständig, bis 2025 um weitere mehr als 200 Fahrzeuge. Darunter ein steigender Anteil in der Klein- und Kompaktklasse.nNoch mehr Zeit benötigt das autonome Fahren bis zu seiner endgültigen Etablierung – erste Fahrzeuge könnten laut der Studie bereits 2024 in den Einsatz gehen, in der Breite wird das Roboterauto aber erst gegen Ende des Jahrzehnts verfügbar sein. Der Anteil autonomer Autos an den Neuzulassungen steigt der Prognose zufolge bis 2030 in Nordamerika auf neun Prozent steigen, in Europa auf sechs Prozent und im Raum Asien-Pazifik auf vier Prozent. In der folgenden Dekade bis 2040 können sich diese Werte mehr als vervierfachen.nBis dahin seien aber noch Herausforderungen zu meistern, so die Studie. Etwa die Allwettertauglichkeit der Technik und das Beherrschen unübersichtlicher Verkehrssituationen. Zudem fehlten bislang weitgehend verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen. Auch die Kosten müssten noch fallen. Diese belaufen sich für Robotaxis derzeit auf rund 65.000 Euro, könnten aber bis 2030 nach Bain-Analysen um mehr als 85 Prozent auf dann 8.000 bis 10.000 Euro fallen. (SP-X)