Der Opel Astra hat eine grosse Fan-Gemeinde. Mit dem jüngst erschienen Facelift hat sich nun allerlei verändert und dazu ist der neue Opel Astra ein Sparwunder geworden. Mit bis zu 21 Prozent weniger CO2-Ausstoss gegenüber dem Vorgängermodell ist der Neue der effizienteste Astra aller Zeiten. Fünf der insgesamt sieben angebotenen Antriebskombinationen unterbieten sogar die magische 100 Gramm-Marke beim CO2-Ausstoss je gefahrenen Kilometer. Dazu umfasst der Antrieb neue von Opel entwickelte Dreizylinder-Turbomotoren – Benziner wie Diesel. Die reibungsoptimierten Motoren profitieren von geringen mechanischen Verlusten und schon bei tiefen Drehzahlen liegt ein besonders hohes Drehmoment an. Auch reichlich Fahrkomfort mit minimaler Geräuschentwicklung stand im Lastenheft an oberster Stelle. So reduziert unter anderem eine gegenläufige Ausgleichswelle im Motorblock mögliche Vibrationen. Bereits die Basismotorisierungen verfügen jetzt serienmässig über Sechsgang-Schaltgetriebe. Zum geringeren Verbrauch und hohen Komfort tragen auch ein neues stufenloses Automatikgetriebe sowie eine sanft schaltende, reibungsreduzierte Neunstufen-Automatik bei.Die Dreizylinder-Turbobenziner sind mit 1,2 und 1,4 Liter Hubraum verfügbar. Mit einer Leistungsspanne von 110 PS bis 145 PS und einem maximalen Drehmoment von 195 bis 236 Newtonmeter verbinden sie höchste Effizienz (Treibstoffverbrauch: kombiniert 4,3 bis 5,0 l/100 km) mit viel Fahrspass. Im Alltag bestätigt sich das neue Downsizing-Konzept positiv. Der Opel Astra mit dem stärksten Benziner 1.4 Direct Injection Turbo (ab 29'650 Franken) und der stufenlosen Automatik zeigt sich als ein wunderbar geschmeidiger Reisebegleiter. Mehr als ausreichend dazu die Fahrleistungen. Bei Bedarf zieht der Astra mit maximal 236 Nm Drehmoment ordentlich los, schafft mit Frontantrieb den 100er-Sprint in 9,6 Sekunden und ist maximal 210 km/h schnell. Dreizylinder beweisen auch sonst ihre Stärken - prinzipiell ist diese Motoren-Konstruktion auch sparsamer. Bei Landstrassen-Tempo hält die Kraftübertragung die Drehzahl stets in einem Bereich zwischen 1200 und 1500 Umdrehungen und so lag der Durchschnittsverbrauch in unserem Testbetrieb bei knapp über sechs Litern. Fünf Liter sollten es laut Hersteller sein. Aber dies ist auch den vielen Kurzfahrten geschuldet.Pluspunkte sammelt der Opel auch bei der Fahrwerksabstimmung. Das bekannt sportliche Chassis des Astra ist mit feiner Hand weiterentwickelt worden: Neue Stossdämpfer steigern den Fahrkomfort. Wer mehr möchte: Mit dem optionalen Dynamikfahrwerk (460 Franken) sind straffere Dämpfer, eine direktere Lenkung sowie eine fahraktive Watts-Link-Hinterachse an Bord.Überarbeitet ist auch das Design. Dazu hat sich die intensive Entwicklungsarbeit im Windkanal ausgezahlt: Mit einem cw-Wert von 0,255 gehört der Sports Tourer zu den Kombis mit dem niedrigsten Luftwiderstandswert überhaupt; der Fünftürer führt mit einem Wert von 0,26 die Klasse der Fliessheck-Kompakten an. Damit ist der neue Astra eines der aerodynamischsten Fahrzeuge auf dem Markt.Im wertigen Innenraum ist das Armaturenbrett perfekt auf den Fahrer ausgerichtet. Alles funktioniert einfach und logisch. Auch haben die Entwickler eine gute Mischung zwischen digital und analog gefunden. Ansonsten sitzt man auf langen Strecken wirklich bequem und es gibt genügend Platz. Auch, was das Kofferraum-Volumen angeht. Das Ladeabteil fasst 370 Liter, bei umgeklappter Rücksitzbank wächst das Volumen auf 1210 Liter. Fazit: Das Gesamtpaket des neuen Opel Astra wirkt stimmig und homogen, der Dreizylinder-Antrieb hinterlässt einen ausgereiften Eindruck. Bleibt noch der Blick auf die Preisliste. Den Astra 1.4 Turbo gibt es in der attraktiv ausgestatteten Version Ultimate bereits ab 36'550 Franken. atn/war