© VLN Es ist eine Zeit, in der unser Leben entschleunigt. Die großen Rennserien beklagen Stillstand. Doch wie heißt es so schön: aus der Not eine Tugend machen. Weil die echten Rennautos stillstehen, boomt die virtuelle Rennwelt, in der die Teilnehmer um jeden Pixel auf der Strecke kämpfen.Simracing ist zwar keine echte Alternative zum Motorsport, doch auch die Rennen der digitalen Welt machen Spaß – den Teilnehmern und den Zuschauern. Die VLN als Betreiber der umbenannten Nürburgring Langstrecken-Serie hat innerhalb kürzester Zeit eine virtuelle Rennserie gegründet. Sie nennt sich "Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie" und wird von den Partnern Virtual Competition Organisation (VCO), Vodafone, ADAC Mittelrhein und Raceunion unterstützt.Vier Klassen, prominente NamenDer digitale Rennkalender umfasst neun Läufe. Im März ging es bereits los. Der Livestream wurde bei der Premiere von über 80.000 Zuschauern auf unterschiedlichen Kanälen angesehen. Für April und Mai stehen jeweils zwei Termine im Kalender. Im Juni ist es ein Rennen. Weiter geht es im August und Oktober. Das Saisonfinale findet Mitte November statt.Der Rennkalender im Detail:21.03.2020 – Rennen 104.04.2020 – Rennen 218.04.2020 – Rennen 302.05.2020 – Rennen 430.05.2020 – Rennen 513.06.2020 – Rennen 615.08.2020 – Rennen 717.10.2020 – Rennen 814.11.2020 – Rennen 9Zum Einsatz kommt bei allen neun Rennen die Rennsimulation iRacing. Sie lässt pro Spiel maximal 60 Autos zu. Die digitale Nürburgring Langstrecken-Serie zählt vier Rennklassen. Topkategorie ist wie im echten Leben die SP9, die sich aus GT3-Rennwagen zusammensetzt. Daneben gibt es Cup 2 (Porsche 911 GT3 Cup), Cup 3 (Porsche Cayman GT4 Trophy) und TCR.Im Simracing messen sich in der NLS Profirennfahrer wie zum Beispiel Mike Rockenfeller oder Bruno Spengler mit Zocker-Experten aus der digitalen Rennsportwelt. Auch die Teams sind den Fans bekannt: Black Falcon, WRT, GetSpeed, Car Collection, Manthey und Sorg Rennsport haben zum Beispiel virtuelle Rennställe erschaffen.Jedes Rennen im LivestreamDie Teilnehmer fahren auf der Nürburgring-Nordschleife. Wie sollte es auch anders sein? Es gibt bei jedem Lauf ein Qualifying und ein Rennen über drei Stunden. Nach den Erfahrungen aus dem ersten Lauf hat man die Distanz damit um eine Stunde gekürzt. In der Königsklasse muss jedes Team mindestens einen Rennfahrer aus dem realen Leben dabeihaben, der Qualifikation und Start übernimmt.In den weiteren Kategorien messen sich Profis mit Amateuren. So überträgt die NLS den Breitensportcharakter auch auf die Simulation. Über einen Event-Qualifikationsmodus können sich im Vorfeld bis zu neun Teams in jeder Klasse eine Startplatzgarantie sichern. Ab dem dritten Rennen sollen die drei Bestplatzierten aus der vorangegangenen Veranstaltung automatisch qualifiziert sein, wodurch noch sechs Plätze über die Event-Qualifikation vergeben werden. Die weiteren Startplätze werden per Wildcard zugeteilt.Und wer glaubt, die Digitale Nürburgring Langstrecken-Serie sei nur Zeitvertreib, dem sei gesagt, dass die Veranstalter auch ein Preisgeld ausschütten. Auf unserer Webseite wollen wir Ihnen jeden Lauf im Livestream zeigen.