Neueste Maßname zur Covid-19-Eindämmung: Reisewarnungen weltweit und Grenzschließungen. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich für 14 Tage in Selbstquarantäne begeben. Alles über Grenzkontrollen und Risikoregionen. © P. Lang +++ UPDATE 31.3. Frankreich und Spanien Risikogebiet. Benannte das Robert-Koch-Institut bislang nur einzelne Regionen in Frankreich und Spanien als Risikogebiet, so wurden heute die kompletten Länder dazu benannt. Mehr Infos zu Risikogebieten finden Sie weiter unten im Artikel.Hier geht's direkt zu folgenden Themen:Fallzahlen der InfektionenReisebeschränkungenInfos für ReiserückkehrerRisikogebieteHygiene-TippsFazit+++ UPDATE 30.3. Verschärfte Schutzmaßnahmen in Europa, kein frühes Ende des Kontaktverbots in Sicht. Österreich erlässt eine Schutzmaskenpflicht für den Besuch von Supermärkten. Spanien verschärft am morgen die Ausgangssperre. Italien verlängert die Ausggangssperre bis zum 18. April, Bayern die Ausgangsbeschränkungen bis 19. April. Die Bundesregierung will für Lockerungen des Kontaktverbots in Deutschland bislang keinen Zeitplan aufstellen.+++ UPDATE 28.3. Italien verschärft Einreisebestimmungen. Alle nach Italien Einreisenden müssen den Behörden den Grund ihrer Reise angeben, den Aufenthaltsort im Land und ihre Telefonnummer. Darüber hinaus müssen sie genau sagen, wie sie den Zielort erreichen. Selbst wenn keine Symptome für Covid-19 vorliegen, muss sich die einreisende Person bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und 14 Tage lang in Selbstisolation gehen.+++ UPDATE am 26.3: Spaniens Stellplätze und Campingplätze schließen. Wie bereits am 20.3. angeküdigt, werden heute sämtliche touristischen Übernachtungsmöglichkeiten geschlossen. Touristen sollen das Land verlassen. Mehr Infos zum Rückreiseverkehr finden Sie unter Infos für Reiserückkehrer.+++ UPDATE am 25.3. Reisemobilisten können Marokko nicht verlassen: Die Grenzen der spanischen Enklaven in Marokko, Ceuta und Melilla, wurden gesclossen. Es wird berichtet, dass derzeit hunderte Reisemobilisten an den Grenzübergängen warten und nicht passieren können. Mehr Infos dazu finden Sie hier.+++ UPDATE am 24.3. Bundestag wird epidemiologische Lage ausrufen: Der Bundestag will morgen, Mittwoch, 25.3., den Epidemie-Fall ausrufen. Das führt dazu, dass der Bund für ein Jahr befristet zusätzliche Kompetenzen erhält. Davon betroffen sein werden unter anderem Vorschriften für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr, zum Beispiel Meldepflichten im Bahn- und Busverkehr.+++ UPDATE am 24.3. Europa und USA gelten als Epizentren: Mit mittlerweile 85 Prozent aller Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gelten Europa und USA als die neuen Brennpunkte des Corona-Virus. Bislang war es nur Europa, zuvor China. Dort wurden heute Restaurants unter strengen Auflagen und die chinesische Mauer in Teilen wieder geöffnet. In Polen gilt ab heute Kontaktverbot, auch die Briten sind mittlerweile dazu angehalten daheim zu bleiben. In Leipzig werden die Wochenmärkte geschlossen. NRW führt Geldbußen für Verletzungen des Kontaktverbots ein: 600 Euro teuer ist ein Treffen zu dritt in der Öffentlichkeit.+++ UPDATE am 22.3. Deutschlandweites Kontaktverbot: Bund und Länder haben ein Kontaktverbot für komplett Deutschland beschlossen. Ansammlungen von als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten. Davon ausgenommen sind im Haushalt lebende Personen. Restaurants und Gaststätten müssen schließen, nur noch das Liefern und Mitnehmen von Speisen ist erlaubt.+++ UPDATE am 20.3. Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der bayerische Ministerpräsident Söder bekanntgegeben, dass ab Freitagnacht (20.3.) um 24 Uhr eine Ausgangsbeschränkung gilt. Diese ist zunächst für 14 Tage angesetzt. So lange dürfen die Menschen in Bayern ihre Wohnungen und Häuser nur verlassen für: Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Menschenansammlungen im Freien werden von der Polizei unterbunden. Für Sonntag, 22.3. ist im Bundeskabinett eine Sitzung anberaumt, in der entschieden wird, ob es eine Ausgangsbeschränkung für die gesamte Bundesrepublik gibt.+++ UPDATE am 20.3. Drohende Ausgangssperren in Deutschland: Kanzleramtschef Helge Braun sagte gegenüber dem Spiegel, dass der kommende Samstag der entscheidende Tag sei, ob eine Ausgangssperren verhängt wird. Die Bundesregierung wolle das zwar vermeiden, doch es komme nun darauf an, ob die Bürger sich an diesem freien Tag an die Maßnahmen halten und soziale Kontakte minimieren.+++ UPDATE am 20.3. Stradt Freiburg erlässt begrenzte Ausgangssperre: In Freiburg im Breisgau hat der Bürgermeister am Vorabend erlassen, dass öffentliche Plätze nicht mehr betreten werden dürfen. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von Risikogebieten in Frankreich und der Schweiz. Die Bürger dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur noch in dringenden Fällen verlassen.+++ UPDATE am 19.3. Ausgangssperren und Quarantäne für ganze Regionen: Das österreichische Bundesland Tirol wurde komplett unter Quarantäne gestellt. Alle 279 Gemieinden wurden isoliert und die Bewohner dürfen nur noch aus wichtigen Gründen das Haus verlassen, beispielsweise Arztbesuche oder Arbeitswege. Einreisen sind für Nicht-Ansässige verboten. Diese Quarantäne gilt bis zum 5. April. In Deutschland wurden im Bundesstaat Bayern Ausgangssperren und Quarantäne erteilt an die Stadt Mitterteich und zwei Kommunen im oberfänkischen Landkreis Wunsiedel. Dort kam es jeweils zu hohen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit. Währenddessen diskutiert der deutsche Bundestag über Ausgangssperren für das gesamte Bundesgebiet.+++ UPDATE am 18.3. Stellplätze und Campingplätze in Deutschland schließen: Nach stichprobenartigen promobil-Recherchen mussten bereits mehrere Wohnmobil-Stellplätze aufgrund der aktuellen Lage schließen. Dazu gehören beispielsweise die beliebten Plätze in Bad Dürrheim, am Twistesee und am Tenniszentrum Bernau/Chiemsee. Teilweise warten Betreiber wie beim Wohnmobilstellplatz Höhenblick in der Pfalz noch auf eine Schließungsinformation der örtlichen Behörden, doch es kann laut Höhenblick-Betreiber nur noch "eine Frage der Zeit" sein. Auch die Betreiber von "Mein Platz" rechnen noch in dieser Woche mit bundesweitungen Anordungen zur Schließung. Eine Grauzone sei weiterhin der Umgang mit Menschen, die dauerhaft im Reisemobil leben. In den meisten Bundesländern gibt es eindeutige behördliche Anordnung zur Schließung der Campingplätze (mehr Infos hier). BVCD (Bundesverband der Campingplätze in Deutschland) weist darauf hin, dass noch noch unklar sei, was mit Dauercampern geschehen wird.+++ UPDATE am 18.3. Schleswig-Holstein für Touristen gesperrt: Wie am Vortag angekündigt, ist ab heute die Einreise von Touristen in Schleswig-Holstein untersagt. Das betrifft auch den Tagestourismus und beispielsweise Besucher aus Hamburg. Alle Restaurants in dem Bundesland wurden darüber hinaus geschlossen. Mehr Infos hier.+++ UPDATE am 17.3. Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus. Da Deutschland mittlerweile zu den Hauptrisikoländern gehört, sind vor allem Deutsche von Reisebeschränkungen betroffen. UPDATE 20.3: Die Reisewarnungen gelten bis Ende April. UPDATE 27.3.: Ob die Reisewarnungen verlängert oder aufgehoben werden, soll erst am 20.4. entschieden werden.+++ UPDATE am 16.3. Auswärtiges Amt rät von Reisen ab. Die Begründung lautet: ";Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Zahlreiche Reisende sind in mehreren Ländern derzeit betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.” Mehr Infos hier.+++ UPDATE am 16.3: Bayern ruft Katastrophenfall aus: Ab sofort sind sämtliche Veranstaltungen gestrichen. Kitas und Schulen sind geschlossen Ab Dienstag, 17.3. sind alle Freizeiteinrichtungen geschlossen (Sport- und Spielplätze, Kinos, Bäder, etc.). Ab Mittwoch, 18.3. gelten eingeschränkte Öffnungszeiten für Speiselokale. Sie dürfen nur von 10 bis 15 geöffnet sein, maximal 30 Personen bewirten und einen Abstand zwischen den Tischen von 1,5 Metern einhalten müssen. Nur noch Geschäfte für die Grundversorgung bleiben geöffnet. Dazu gehören: Lebensmittel- und Getränkeläden, Bau- und Gartenmärkte, Reinigungen, Drogerien und Apotheken. Es gelten längere Öffnungszeiten: werktags bis 22.00 Uhr. Sonntags dürfen diese Geschäfte zwischen 12.00 bis 18 Uhr öffnen.+++ UPDATE am 15.3.: Deutschland schließt Grenzen. Ab Montag, 16. März 2020 um 8 Uhr, schließen die Grenzen nach Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Österreich und zur Schweiz. Dann dürfen nur noch Warenverkehr und Pendler die Grenzen passieren. Deutsche Staatsbürger können aus dem Ausland jederzeit wieder nach Deutschland einreisen, sollten aber die Empfehlungen zur Selbstquarantäne beachten.Fallzahlen der InfektionenDie Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits zum 31. Januar 2020 eine internationale Gesundheitsnotlage wegen des Corona-Ausbruchs ausgerufen. Nach aktuellem Stand (31.3.2020) zählt sie 697.244 weltweite Infektionen, von denen 33.257 tödlich verlaufen sind. Die meisten Infektionen zählte bis Ende März China. Mittlerweile übertreffen die Fälle der USA und von Italien die chinesischen Zahlen. In China brach das Virus erstmals aus. Dort zählte man am 19.3. zum ersten Mal keine Neuinfektionen mehr dank strenger Quarantänemaßnahmen. In den darauffolgenden Tagen soll es zu weiteren Neuinfektionen durch Einreisen ins Land gekommen sein.In Deutschland steigt die Zahl der Infektionen aktuell schnell an. Aktuell sind laut RKI (Stand 31.3.20) 61.913 Personen mit dem SARS-Cov-2-Virus infiziert. Am Vortag waren es 57.298. Die meisten Infizierten gibt es in den BundesländernBayern: (Vortag: 13.989), Todesfälle: 162Nordrhein-Westfalen: 13.225 (Vortag: 12.178), Todesfälle: 117Baden-Württemberg: (Vortag: 10.943), Todesfälle: 162Deutschlandweit gibt es bereits 583 Todesfälle aufgrund der Lungenkrankheit Covid-19. Hamburg hat die höchste Rate von 119 Infizierten pro 100.000 Einwohner (Vortag: 112). In dem Stadtstaat wurden bislang 2.191 infizierte Personen gemeldet. In NRW ist laut RKI besonders der Landkreis Heinsberg betroffen und gilt als Risikogebiet. Genaue Zahlen zeigt das RIK hier.Weitere Fallzahlen (Stand: 31.3., > 10.000) von Corona-Infektionen in Europa, wie von der WHO angegeben (inkl. Vortag): Italien 97.689 (92.472), Spanien 78.797 (72.248), Frankreich 39.642 (37.145), Vereinigtes Königreich 19.526 (17.093), Schweiz 14.274 (13.152), Niederlande 10.866, Belgien 10.836. Eine aktuelle Übersicht mit Weltkarte und Fallzahlen-Entwicklung pro Land finden Sie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation.Wichtig: Wer Kontakt zu infizierten Personen hatte, sollte sich möglichst umgehend bei den lokalen Gesundheitsbehörden melden. Diese entscheiden, welche Maßnahmen zur Kontaktreduktion mit weiteren Personen ergriffen werden müssen.Reisebeschränkungen in DeutschlandAm Montag, den 16.3.2020 um 8 Uhr, schloss Deutschland die Grenzen zu Frankreich, Österreich und in die Schweiz. Der ursprüngliche Pandemieplan des RKI bewertete Grenzschließungen als nicht sinnvoll, um zu verhindern, dass sich das Virus ausbreitet. Noch bei der Pressekonferenz am 11.3.2020 sprach sich Kanzlerin Merkel dagegen aus. Dies hat sich nun geändert. Unverändert bleibt, dass der Güterverkehr weiterhin die Grenzen passieren darf. Auch Pendler sollen noch über die Grenzen reisen dürfen.Seit 15.3. sind die Inseln in Norddeutschland gesperrt. Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sperren die Inseln für Touristen. Laut NDR-Bericht werden Urlauber gebeten, keine Reisen mehr nach Norddeutschland zu unternehmen. Wie lange die Sperrung der Inseln andauert, ist noch nicht klar.Stufte das Robert-Koch-Institut in der Risikobewertung zu COVID-19 vom 13.3.2020 die Gefahrenlage der Pandemie in Deutschland als mäßig ein, wurde diese am 17.3.2020 auf "hoch" heraufgesetzt.. Die Behörde empfiehlt: ”gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit."Weitere Reisebeschränkungen in EuropaDänemark hat seine Grenzen geschlossen. Dänische Staatsbürger dürfen noch einreisen. (13.3.20)Estland schließt die Grenzen. (15.3.20)Frankreich schließt alle Skigebiete. (16.3.20)Litauen führt Grenzkontrollen nach Polen und Lettland ein und steht ab 16.3. landesweit unter Quarantäne.Österreich verweigert Menschen aus Italien die Einreise. Durchreisende Touristen, etwa aus Deutschland, sollen trotzdem die Grenze passieren dürfen – so lange diese nicht in Österreich anhalten. Dafür soll nach Angabe des Bayrischen Rundfunks vor Einreise die Tankanzeige kontrolliert werden. Diese Maßnahme soll vorerst bis 3.4.2020 gelten. Außerdem wird in Österreich ab 17.3. der sogenannte "Notbetrieb” eingeleitet: Restaurants werden geschlossen, Versammlungen verboten.Polen hat die Grenze zu Deutschland geschlossen. (14.3.20)Mehrere Grenzübergänge nach Italien im Schweizer Kanton Tessin sind mittlerweile geschlossen. (11.3.20)Die Slowakei verhindert die Einreise von Ausländern, egal welcher Nationalität – abgesehen von polnischen Staatsbürgern. (13.3.20)Slowenien hat die Grenze nach Italien für nichtgewerblichen Verkehr geschlossen. Für Frachtverkehr bleibt sie geöffnet. Wer nach Slowenien einreisen will, muss eine Bestätigung auf Englisch, Italienisch oder Slowenisch mit sich führen, die nicht älter als drei Tage ist und beweist, dass man negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde. (11.3.20)In Spanien wurde der Notstand am 13.3.20 ausgerufen: Eine Ausgangssperre gilt im ganzen Land.Tschechien hat Einreiseverbote für Deutsche verhangen (14.3.20). Landesweit gelten eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Quarantäne. Seit 16.3. sind 21 Gemeinden komplett abgeriegelt.Wer nach Bosnien und Herzegovina, Malta, Nordmazedonien oder Zypern möchte, muss sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.In einigen weiteren Ländern außerhalb Europas gibt es Einreiseverbote für Deutsche. Dazu gehören (Stand 20.3.20): Australien, Brasilien, Bhutan, El Salvador, Guatemala, Indien, Jamaika, Jordanien, Kasachstan, Kambodscha, Kiribati, Marshallinseln, Nepal, Oman, Samoa, Saudi-Arabien, Türkei, USA und Vietnam. 14tägige Quarantänen vorab der Reise oder Selbstquarantäne-Regelungen gelten für: Australien, Israel, Liberia, Malawi, Ruanda, Moskau, Neuseeland, Tadschikistan, Tschad, Uganda und Usbekistan.Auch Argentinien schränkt Einreise für Personen aus Risikogebieten ein. China verschärft mittlerweile seine Grenzkontrollen, unter anderem am Flughafen Schanghai und Peking.Diese Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich die Lage sehr schnell ändern kann in diesen Tagen, finden Sie aktuelle Infos auf der Homepage des Auswärtigen Amts.Infos für Reiserückkehrer: Selbstquarantäne und GrenzsperrungenSollte man als Reisemobil-Fahrer derzeit noch im EU-Ausland unterwegs sein und ins Heimatland zurückkehren, sollte das an sich kein Problem sein. Allerdings sind an manchen deutschen Grenzen nur noch ausgewählte Grenzübergänge geöffnet. Welche das sind, kann man auf den Seiten des Bundesinnenministeriums aktuell nachlesen.Außerdem gibt der ADAC aktuell folgende Tipps zur Rückreise (Stand: 25.03.20):Rückkehr aus Frankreich: Unbedingt über direktem Weg (nicht über Italien oder die Schweiz) reisen und die Autobahn nutzen, keine Land- oder Schleichwege, da viele Grenzübergänge gesperrt sind. Tankstellen sind geöffnet.Rückkehr aus Spanien: Die Rückreise über Frankreich ist möglich. Unterwegs muss man damit rechnen, dass die spanische Polizei den Grund der Fahrt kontrolliert. Tankstellen sind geöffnet.Rückkehr aus Italien: Wer hier unterwegs ist, benötigt unbedingt eine "Selbsterklärung über die Notwendigkeit der Reise". Hier gibt es mehr Infos.Rückkehr aus Kroatien: Urlauber können über Österreich oder Slowenien nach Deutschland reisen.Rückkehr aus Griechenland: Es ist unklar, ob Deutsche im eigenen Fahrzeug über Bulgarien, Rumänien und Ungarn zurückkehren können. Die Grenzen zu Serbien, Nordmazedonien und Albanien sind geschlossen. Mehr Infos hier.Etwas schwieriger gestaltet sich derzeit die Rückreise aus Marokko aufgrund der Sperrung der EU-Grenzen in Spanien. Ausführlich berichten wir darüber hier.Achtung, Reiserückkehrer: Das Gesundheitsministerium empfiehlt allen Heimkehrern von Reisen aus Italien, Österreich und der Schweiz freiwillig in Selbstquarantäne gehen. Grund: Wegen der langen Inkubationszeit (bis zu 14 Tage) sehr schwierig infizierte Personen bzw. Träger des Virus zu erkennen.Wer aus einem europäischen (siehe unten) oder internationalen Risikogebiet (Ägypten, Iran, Südkorea: Daegue und Gyeongsang, USA: Kalifornien, New Jersey, New York und Washington) nach Deutschland zurückkehrt und einen Verdacht auf eine Infektion hat, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden. Nach persönlichem Kontakt mit Infizierten sollten sich Heimkehrer an ihr Gesundheitsamt wenden. Info-Hotlines siehe am Ende des Artikels.Risikogebiete: Wo gibt es ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko?Überall in Europa ist das Risiko sich mit dem Corona-Virus anzustecken hoch. Am 13. März 2020 erklärte die WHO Europa zum Epizentrum der Pandemie (siehe hier). Deutschland liegt mit den Fallzahlen von Infizierten derzeit auf Platz 3 auf diesem Kontinent.Am 31.3.2020 erklärte das Robert-Koch-Insitutut (RKI) die gesamten Länder Spanien und Frankreich zum Risikogebiet, zuvor galten nur einzelne Regionen als besonders risikoreich. Bereits am 19.3. sperrte Frankreich alle Strände: Um die Ansammlung von Menschen zu unterbinden, dürfen die Strände an der gesamten Mittelmeerküste nicht mehr betreten werden. Auch die Städte und Gemeinden an der Atlantikküste erwägen Schließungen. Am 20.3. verkündete Spanien, dass alle Touristen bis 26.3. das Land verlassen müssen – Alle Campingplätze und Stellplätze wurden bis dahin geschlossen.Am 26.3.2020 hatweitere Risikoregionen in Europa benannt. In der Schweiz gehören dazu die Kantone Tessin, Waadt und Genf. In Spanien sind neben der Region Madrid, die schon länger als Risikoregion gilt, nun auch folgende Regionen betroffen: Navarra, La Rioja und Paìs Vasco. In Frankreich wird neben der Grand Region Est die Île-de-France Risikogebiet. Diese Region umfasst das Stadtgebiet von Paris und den gesamten Ballungsraum um die französische Hauptstadt. Außerdem ernannte das RKI an dem Tag komplett Österreich zum Risikogebiet. Zuvor wurde nur Tirol so eingestuft.Am 13.3.2020 hat das RKI verkündet, dass nun auch Spaniens Hauptstadt Madrid und in Österreich die Region Tirol als Risikogebiet gelten. Tirol und Salzburg schließen wegen der Pandemie ihre Skigebiete. Seilbahnen fahren nur noch bis einschließlich Sonntag, 15.3. und ab Montag 16.3. werden Beherbergungsbetriebe schließen.Am 11.3.2020 wurde in Frankreich die Region-Est als Risikogebiet eingestuft. Das Gebiet umfasst das Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne. Das Gebiet grenzt an die deutschen Bundesländer Baden Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz. In dieser Region wurde vermeldet, dass eine Quarantäne aller Verdachtsfälle wegen fehlender Kapazitäten nicht mehr durchgeführt werden kann. Das betrifft beispielsweise enge Kontaktpersonen von Infizierten. Eine Gemeinde in Haute-Savoie und Oise stehen unter Quarantäne, d.h. Schulen wurden geschlossen und die Bürger dürfen sich nur noch eingeschränkt bewegen.Am 10.3.2020 hatte das RKI ganz Italien zum Risikogebiet ernannt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen ins Land ab, sofern sie nicht erforderlich sind. Bereits am 8. März 2020 hatte Italiens Regierung erste Reisesperren verhangen. Zunächst wurden nur einige Regionen als Quarantänegebiet deklariert, mittlerweile darf man in ganz Italien nur ein- und ausreisen, wenn es die Arbeit, die Gesundheit oder familiäre Gründe unbedingt erfordern, eine ausgefüllte Selbsterklärung über die Notwendigkeit muss mitgeführt werden (beispielsweise ein Schreiben des Arbeitgebers). Verstöße werden geahndet und es drohen drei Monate Haft oder 260 Euro Geldstrafe. Das gilt bis vorläufig zum 3. April 2020. Das Haus soll man nur wenn nötig verlassen. Es gelten eingeschränkte Ladenöffnungszeiten. Bars und Restaurants dürfen nur von 6 bis 18 Uhr öffnen und müssen dafür sorgen, dass zwischen den Gästen ein Abstand von einem Meter eingehalten werden kann. Theater und Museen bleiben geschlossen.Hintergrund: Grundlage für die Bewertung zum Risikogebiet sind unter anderem die Häufigkeit der Erkrankungen und die Dynamik der Fallzahlen. In Risikogebieten vermuten die Spezialisten eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch.Wie kann ich mich vor Ansteckung schützen?Bislang bekannt ist, dass sich das Corona-Virus vor allem durch Tröpfchen-Infektion überträgt, sprich: Husten, Niesen oder sonstige Körperflüssigkeiten. Das heißt, dass die besten Maßnahmen gegen eine Ansteckung wie folgt aussehen:Hände waschen: Regelmäßiges Händewaschen kann sowohl die Übertragung von Corona- wie auch anderen Viren (bspw. Grippe) verhindern. Dazu ist es nötig, die Hände mit Seife und mindestens 20 Sekunden lang zu waschen. Am besten wäscht man sich, egal ob daheim oder auf Reisen, mehrmals am Tag die Hände.Körperkontakt vermeiden: Vor allem beim Begrüßen oder Verabschieden sollte man aufs Händeschütteln, Umarmen oder Küssen verzichten. Indem man Berührungen vermeidet, kommt man automatisch mit weniger Krankheitserregern in Kontakt.Richtig niesen und husten: Wer niest oder husten muss, sollte dafür ein Papiertaschentuch verwenden und möglichst einen Meter Abstand zu anderen Personen halten. Kein Taschentuch zur Hand? Auch wenn es als höflich gilt, sich die Hand vor den Mund zu halten: Husten oder niesen Sie besser in die Armbeuge – denn über die Hände werden häufig Viren und Bakterien verteilt.Ob sich das Virus auch durch Schmierinfektion (bspw. Kot) überträgt, ist derzeit nicht sicher. Zwar wurden bei einigen Patienten auch Viren im Stuhl gefunden, doch ob und wie ansteckend diese sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Dennoch empfieht sich vor allem für Reisemobilisten an Entsorgungsstationen für Schwarzwasser besonders vorsichtig zu sein:Verstärkte Hygienemaßnahmen beim Entsorgen: Eventuell Einmalhandschuhe beim Entleeren der Kassettentoilette tragen. Auf jeden Fall sollte man sich besonders gründlich die Hände waschen, nachdem man in Kontakt kam mit den Wasserhähnen und Abflüssen an Entsorgungsstationen. Wasserschlauch hinterher säubern und nicht in die Kassette stecken.Wie kann ich andere Personen vor Ansteckung schützen?Die oben genannten Maßnahmen zur Ansteckungs-Vermeidung sollten grundsätzlich zum Schutz auch von anderen eingehalten werden. Wer Kontakt zu infizierten Personen hatte und sich vielleicht sogar krank fühlt, sollte sich umgehend bei den lokalen Gesundheitsbehörden melden oder den Hausarzt telefonisch kontaktieren. Die Behörden geben dann je nach Wahrscheinlichkeit der Infektion Tipps, wie man am besten Familienmitglieder und andere Personen schützt. Beispielsweise empfiehlt das Robert Koch Institut, dass betroffene Personen mit sehr hoher Infektionswarscheinlichkeit sich räumlich absondern sollen von Haushaltsmitgliedern und zeitlich getrennt Mahlzeiten einnehmen. Mehr Infos zum ”;;Kontaktpersonennachverfolgung” siehe hier oder Telefon-Hotlines am Ende des Artikels.Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.