Der Generationswechsel bei den 1290er-Modellen von KTM ist in vollem Gange. Bei Testfahrten ist unserem Erlkönigjäger die 1290 Super Duke GT vor die Kamera gefahren. © Stefan Baldauf / SB-Medien Sie ist nicht jedermanns Geschmack, die reisetaugliche Version der bärenstarken 1290 Super Duke. Und das wird auch so bleiben, wenn wir die Erlkönigbilder der 2021er-Version richtig deuten. Zwar fehlt der Versuchsmaschine noch ziemlich viel an Verkleidung, aber ihr eckiges und kantiges Design lässt sich schon gut erahnen. Die Frontansicht ähnelt der aktuellen Maschine, die beiden großen Kurvenscheinwerfer in den Kühlerhutzen bleiben erhalten. Leicht geändert wird der Hauptscheinwerfer und die Verkleidungsscheibe, die Halterung für den gesamten Vorbau scheint auch neu gestaltet zu sein.Ebenfalls geändert und in seiner Dimension gewachsen erscheint der Kühler. Dank der neuen Auspuffanlage kann er nun weiter nach unten ragen. Fetter Vorschalldämpfer, schlanker EndtopfDie führt den dicken Krümmer des hinteren Zylinders um das Kurbelgehäuse herum in einen Vorschalldämpfer, in den auch der Krümmer des vorderen Zylinders mündet. Erst nach dem Vorschalldämpfer geht es dann Richtung Endtopf, der so deutlich zierlicher und sportlicher ausgeführt werden kann, als bei der kommenden Super Adventure, die auf einen Vorschalldämpfer verzichtet.Mit zusätzlich überarbeiteten Leistungsteilen wie beispielsweise Titanventilen, einem leichteren Motorgehäuse und einer optimierten Motorsteuerung wird der nach wie vor 1.301 cm³ große 75-Grad-V2 sogar noch ein wenig stärker ausfallen als die 177 PS starke Vorgängerin. 180 PS werden es dann mindestens sein.Einarmschwinge und Federbein mit UmlenkungAuch den Kritikpunkten mangelnder Federungskomfort und Handling scheint sich KTM angenommen zu haben. Schon für die 1290 Super Duke wurde ein komplett neues Fahrwerk entwickelt, das nun für die Super Duke GT nochmals überarbeitet wird. Der Hauptrahmen besticht dabei durch seine besonders dicken und gerade verbauten Rohre. Der V2-Motor wird in dieses Chassis voll tragend integriert. Für das Naked Bike erklärten die Österreicher den neuen Rahmen als dreimal so verwindungssteif wie das bisherige Rohrgeflecht, bei gleichzeitig deutlich geringerem Gewicht. Erreicht haben dies die Entwickler nicht nur durch die neue Konstruktion, sondern auch durch die Verwendung von dickeren Profilen bei dünneren Wandstärken.Dazu erhält der Sporttourer einen neu gestalteten Gitterrohr-Heckrahmen. Dieser könnte der Farbe nach sogar aus Aluminium gefertigt sein. Die neue Schwinge setzt auf eine dicke Einarmkonstruktion. Und siehe da: Wie bei der Super Duke wirkt nun auch bei der GT ein progressives Hebelsystem auf das Federbein.Diese umfassenden Neuerungen werden der GT in Sachen Fahrkomfort und Ansprechverhalten der Federung auf die Sprünge helfen und auch die Durchschlagsicherheit verbessern. Zu den weiteren Neuerungen zählen auch eine neu programmierte Software für die zahlreichen Assistenzsysteme und das TFT-Display.