Neuer Look, neue Motoren, neue Assistenten: Schon im Sommer schickt Mercedes seine aufgefrischte E-Klasse ins Rennen. Die vielen Verbesserungen können aber einen Nachteil nicht überdecken. Mit vier Jahren Bauzeit ist die aktuelle E-Klasse im besten Auto-Alter. Nun macht Mercedes seine Oberklasse fit für die zweite Lebenshälfte. Erste Fotos verraten trotz Tarnfolie, was künftig anders wird. Wobei die spannendsten Veränderungen ohnehin unterm Blech stecken – und ihren Preis haben. Heckansicht: Auch die Rückleuchten erhalten ein neues Design. (Quelle: Markus Abrahamczyk) Die Ausstattung wird besser LED-Scheinwerfer, Rückleuchten, Motorhaube und Heckpartie bekommen einen frischen Look. Die prägnanten Lamellen im Kühlergrill werden künftig deutlich dezenter gestaltet. Stattdessen gibt es den so genannten Diamantgrill, der bereits aus anderen Baureihen bekannt ist. Außerdem erhalten alle E-Klassen künftig das Ausstattungspaket "Avantgarde" (unter anderem sportlichere Optik, größere Aluräder, Chromdetails) serienmäßig. Insider flüstern übrigens, das Facelift biete nebenbei bereits einen Vorgeschmack auf die neue S-Klasse. Das Luxusmodell wird in diesem Jahr ebenfalls erneuert. Die Assistenten werden schlauer Innen erleichtert das System MBUX mit zwei Zehn-Zoll-Monitoren die Bedienung. Es nimmt Befehle per Touchscreen und auch per Gesten- oder Sprachsteuerung entgegen. In das Lenkrad sind obendrein Touch-Sensoren eingearbeitet. Die Instrumente hinter dem Lenkrad sind künftig serienmäßig digital. Auch andere Assistenten hat Mercedes verbessert: Der Tempomat beispielsweise reagiert direkt aufs Verkehrsgeschehen und drosselt beispielsweise das Tempo, wenn sich auf der kommenden Strecke ein Stau entwickelt.Der Bremsassistent schreitet ein, wenn beim Linksabbiegen der Gegenverkehr übersehen wird.Der Tot-Winkel-Warner passt auch beim Aussteigen auf, ob von hinten etwa ein Radfahrer oder ein anderes Auto kommt.Und die Urban-Guard-Funktion soll besser vor Dellen und Dieben schützen. Sie überwacht das geparkte Auto oder zeigt per App an, wo es gerade fährt. Außerdem kann sie den Schlüssel sperren, falls er in die falschen Hände geraten ist.Schlauer geworden: Neue Assistenten machen Fahrern das Leben leichter – und Dieben schwerer. (Quelle: Hersteller) Die Motoren werden elektrischer Neben dem bekannten reichlichen Angebot stehen zwei neue Benziner zur Wahl: ein Zweiliter-Vierzylinder (272 PS) und ein Reihen-Sechszylinder mit drei Litern Hubraum (367 PS). Beide Antriebe haben ein 48-Volt-Bordnetz und einen integrierten Startergenerator, der kurzzeitig weitere 20 PS zur Verfügung stellt. Limousine und Kombi zeigen sich im März beim Genfer Autosalon im neuen Look (Verkauf ab Sommer), Coupé und Cabrio folgen etwas später. Erst dann gibt Mercedes die neuen Preise bekannt. Experten sind sich aber sicher: Beim aktuellen Einstiegspreis von gut 46.000 Euro wird es wegen der besseren Ausstattung nicht bleiben.