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BMW: Autohersteller ruft in USA über 300 000 Autos zurück

2020-01-17

Der deutsche Autohersteller BMW muss in den USA tausende Modelle wegen fehlerhafter Airbags des Herstellers Takata zurückrufen. Betroffen sind 356.920 Pkw in den USA, wie die dortige Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA mitteilte. Nach Unfällen wegen defekter Takata-Airbags wurden die Inflatoren in den betroffenen Modellen bereits einmal ausgetauscht. Nun warnt die NHTSA, dass auch die nachgebesserten Systeme defekt sein könnten. Deutsche Autofahrer sind von dem aktuellen Rückruf nicht betroffen. Die Airbags des Herstellers Takata bereiten den Autoherstellern seit Jahren Probleme und haben den bislang größten US-Autorückruf verursacht. Bisher gab es 25 Todesopfer und zahlreiche Fälle von verletzten Autofahrern, die auf die Fehlfunktion der Airbags zurückzuführen sind. Weltweit wurden rund 100 Millionen Airbags zurückgerufen.Takata verwendete in den Airbags Ammoniumnitrat, um die nötige Explosion für das Luftkissen zu erzeugen. Das Problem: Durch Feuchtigkeit ändert die Chemikalie ihre Eigenschaften. Dadurch kann die Explosion zu stark ausfallen und Metallteile des Gasgenerators in den Innenraum schleudern und die Insassen verletzen. Möglich ist laut der NHTSA auch, dass der Airbag zu langsam oder ohne einen Unfall auslöst. Auch andere deutsche Hersteller betroffenBei den jetzt zurückgerufenen Airbags handelt es sich bereits um Austauschmodelle, die nach Bekanntwerden der Probleme im Jahr 2014 eingebaut wurden. Auch bei diesen Systemen könnte es zu einer fehlerhaften Zündung kommen, hieß es nun bei der NHTSA. Auf Nachfrage von SPIEGEL bestätigt ein BMW-Sprecher, dass auch bei den ausgetauschten Modellen noch Ammoniumnitrat verwendet worden sei, da man zum damaligen Zeitpunkt noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Fehlerursache gehabt habe. "Bei einigen dieser nachträglich eingebauten Airbags könnte es deshalb zu Defekten kommen, weshalb wir sie vorsorglich austauschen", so der Sprecher. Es handele sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. "Für die nun verbauten Airbags wird ein anderes Treibmittel für die Explosion genutzt", sagt der BMW-Sprecher. Produziert hatte Takata schätzungsweise 10 Millionen dieser möglicherweise fehlerhaften zweiten Charge der Airbags für den US-Markt. Wie viele davon insgesamt in Autos eingesetzt worden sind, sei noch laut NHTSA unklar. Auch deutsche Automarken könnten daher von dem Problem betroffen sein. Darunter Volkswagen, dessen Tochter Audi sowie Daimler mit seinen Vans, die ebenfalls Takata-Airbags verbaut haben. Einige Hersteller hätten laut NHTSA bereits mit entsprechenden Rückrufen begonnen, darunter der japanische Hersteller Nissan, der mehr als 300.000 Wagen in die Werkstätten geordert hat.Takata hat in den USA ein Schuldgeständnis wegen Herstellerfehlern abgegeben und musste eine Milliardenstrafe zahlen. 2017 meldete das Unternehmen Insolvenz an.nIcon: Der Spiegel

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/bmw-autohersteller-ruft-in-usa-ueber-300-000-autos-zurueck-a-2fd95a98-c4b6-4ac7-bb9c-54549cd7fd33#ref=rss

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