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Alternative zu Elektroautos: Unionsfraktion legt Rettungsplan für den Verbrennungsmotor vor

2019-06-24

Alternative zu Elektroautos Unionsfraktion legt Rettungsplan für den Verbrennungsmotor vor Die Union im Bundestag will Diesel- und Benzinmotoren erhalten. Damit die Antriebe eine Zukunft haben, sollen die Kraftstoffe künftig anders produziert werden. Kurz vor dem Autogipfel im Kanzleramt meldet sich die Unionsfraktion zu Wort - mit einem Vorschlag zur Rettung des Verbrennungsmotors. CDU und CSU im Bundestag wollen dazu die Produktion klimafreundlicher Treibstoffe fördern und nicht ausschließlich Elektroautos. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das dem SPIEGEL vorliegt. Solche synthetischen Kraftstoffe - auch E-Fuels genannt - werden meist aus erneuerbaren Energien, Wasserstoff und Kohlendioxid erzeugt. "Um unsere Klimaschutzziele zu erreichen, brauchen wir auch Wasserstoff und regenerative Kraftstoffe", sagte der Initiator des Papiers, Christoph Ploß. E-Fuels könnten dem Papier zufolge "gängigen Benzin- und Dieselkraftstoffen sowie Kerosin beigemischt werden" und auch Fahrzeuge unabhängig von fossilen Brennstoffen machen, für die der batteriebetriebene Elektroantrieb "keine Alternative bietet". Dadurch bliebe auch der "momentane Technologievorsprung deutscher Automobilhersteller" erhalten. Dahinter dürfte auch die Furcht vor dem Verlust Tausender Arbeitsplätze in Deutschland stehen, die am Verbrennungsmotor hängen. In dieser Technik sind deutsche Hersteller führend, in Elektroautos würde sie nicht oder kaum noch benötigt. Zuletzt haben mehrere Länder angekündigt, die Neuzulassung von Benzin- und Dieselautos von 2030 an zu verbieten, darunter Irland. Großbritannien und Frankreich wollen 2040 folgen. Keine konkreten Forderungen für Pkw-Segment Die Unionsfraktion will dagegen den E-Fuels, aber auch der Produktion von Wasserstoff mit mehreren Maßnahmen zum Durchbruch verhelfen. So soll die Energiesteuer für regenerative Kraftstoffe auf den europäischen Mindestsatz gesenkt werden, und die E-Fuels sollen ebenfalls auf den CO2-Flottengrenzwert angerechnet werden. Die Abgeordneten sehen in den E-Fuels "vor allem im Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr einen wichtigen Baustein für klimaneutrale Mobilität". Konkrete Maßnahmen für den Pkw-Segment sind jedoch nicht enthalten. Gedanken haben sich die Autoren auch um die Herkunft des Stroms gemacht, die zur Herstellung von E-Fuels benötigt werden. "Besonders wichtig ist dabei, den Verkehrssektor mit dem Energiesektor zu verknüpfen", sagte der Initiator des Papiers, Christoph Ploß. Der Energieverbrauch eines mit E-Fuels betriebenen Verbrennerfahrzeugs ist dem Papier zufolge drei- bis fünfmal so hoch wie der eines reinen Elektrofahrzeugs. Stromkosten spielen "keine entscheidende Rolle" Für die Abgeordneten spielt das jedoch "keine entscheidende Rolle", denn in vielen Produktionsländern seien die Stromkosten sehr gering. So ließen sich E-Fuels an vielen geeigneten und "entwicklungspolitisch interessanten" Standorten günstig herstellen und auch gut transportieren. Ein ähnliches Vorhaben scheiterte jedoch bereits einmal: Desertec, das Europa mit in der Sahara erzeugtem Solarstrom versorgen sollte, und an dem mehrere deutsche Firmen beteiligt waren, versandete schließlich (Woran Desertec am Ende scheiterte, lesen Sie hier). Die Unionsfraktion im Bundestag beschloss das Positionspapier kurz vor dem Spitzentreffen zur Zukunft der Mobilität. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mehrere Minister sowie die Spitzen von Union und SPD wollen am Montag in Berlin mit Vorständen der Autoindustrie und den Gewerkschaften zusammenkommen und über neue Antriebstechnologien, mehr Klimaschutz und die Auswirkungen für die Beschäftigen zu sprechen. gt/ene

Quelle: https://www.spiegel.de/auto/aktuell/mobilitaet-der-zukunft-union-will-synthetische-kraftstoffe-statt-elektroautos-a-1273966.html#ref=rss

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