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Start-up Vive la Car: Bestandsfahrzeuge im Abo

2019-03-14

Mit Vive la Car geht am 8. April eine neue Auto-Abo-Plattform an den Start. Im Vergleich zu manchem Mitbewerber kauft das Unternehmen keine Autos, sondern vermittelt Bestandsfahrzeuge von Vertragshändlern. Von Online-Redakteur Andreas HeisenDigitale Geschäftsmodelle sind auf dem Vormarsch, der Trend geht hin zur flexiblen Autonutzung  – die Unsicherheit in puncto Dieselfahrzeugen und alternativen Antrieben tut ihr Übriges. Und so hat auch das Auto-Abo in letzter Zeit speziell in den Medien an Popularität gewonnen. Daran partizipieren will das neue Unternehmen Vive la Car aus Stuttgart, hinter dem ein erfahrenes Gründer-Team steht. Zum jetzigen Zeitpunkt zählt die Firma 15 Mitarbeiter.n"Wir binden den Handel mit ein – von Anfang bis Ende", verspricht CEO Mathias R. Albert, unter anderem Mitinhaber der Auto-Domicil-Gruppe (Citroën, DS, Peugeot und Ford). Der 49-Jährige ist seit 30 Jahren als Kfz-Unternehmer tätig. Vive la Car verstehe sich als Dienstleister für Autohersteller und -händler und nicht als Wettbewerber. So baue das Mobility Fintech keinen eigenen Fahrzeugbestand auf, sondern biete dem Handel einen weiteren Vertriebskanal. Entsprechend betont das Unternehmen auf www.vivelacar.com auch, dass die Fahrzeuge von Marken-Vertragshändlern stammen.nAb 8. April soll es Endkunden möglich sein, auf der Website ein Auto-Abo abzuschließen – interessierte Händler können dort schon jetzt Kontakt mit Vive la Car aufnehmen und kostenlos Partner werden. "500 Fahrzeuge wollen wir zum Starttermin anbieten. 20 Partner sind bis dahin unser Ziel", erklärt Albert. Bis Ende 2019 soll sich der Fahrzeugpool auf 5.000 Pkw vergrößern. "Ein großer Bestand ist essentiell, da der Kunde im Umkreis von 100 Kilometern auch eine gewisse Auswahl haben soll."nWie sich das Geschäftsmodell für den Händler lohnen soll? "Er erhält von den laufenden Abo-Gebühren alle seine Kosten erstattet, zuzüglich der Abschreibung variabel nach Laufleistung und ordentlicher Verzinsung - alternativ kann er auch die Refinanzierung kostenlos in Anspruch nehmen. Darüber hinaus hat er die Verwertungschance am Abo-Ende, die in der Regel einen sehr guten Erlös ermöglicht", erläutert CEO Albert auf Nachfrage von AUTOHAUS.nSämtliche Abläufe sind bei Vive la Car digitalisiert – bis hin zur Fahrzeugübergabe. Eine App ist nicht notwendig, da das Angebot mobil und responsiv gestaltet wurde. So soll sich die Plattform mit jedem Endgerät nutzen lassen. "Für den Abschluss eines Auto-Abos benötigt der Kunde auch kein umständliches Ident-Verfahren, da die Verifizierung in die Fahrzeugabholung integriert ist. Damit ist der gesamte Buchungsprozess wirklich durchgängig digital", sagt Albert.nNeuwagen und junge Gebrauchte sollen zur Auswahl stehennDas Auto-Abo schließt der Kunde mit Vive la Car ab - das Unternehmen übernimmt auch die Abrechnung. Das Angebot umfasst wie bei anderen Anbietern auch Versicherung, Wartung und Verschleiß sowie Steuern. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate, das Mindestalter liegt bei 21 Jahren. Die Preise starten bei 249 Euro im Monat und sind an die Kilometerlaufleistung gekoppelt – zur Auswahl stehen Pakete von 6.000, 10.000, 15.000 und 20.000 km/Jahr. Bei den bestellbaren Fahrzeugen handelt es sich um Neuwagen wie auch junge Gebrauchte – letztere dürfen nicht älter als zwei Jahre und nicht mehr als 20.000 Kilometer gelaufen sein.nDie Übernahme und Rückgabe des Fahrzeuges übernimmt der Händler, der auch Ansprechpartner für die Wartung und eventuell anfallende Garantie- oder Verschleißarbeiten. Für 120 Euro kann sich der Kunde das Auto auch vor die Tür liefern lassen. "Der Kunde ist angehalten, Servicearbeiten ausschließlich bei seinem Händler erledigen zu lassen, er kann aber selbstverständlich bei Problemen/Garantie das ganze Service-Netz der Marke in Anspruch nehmen", erörtert CEO Albert gegenüber AUTOHAUS. nDas im Abo ausgelieferte Fahrzeug wird zentral über die Plattform versichert und auch die vollständige Refinanzierung ist auf Wunsch gewährleistet. "Die Zinsen sowie die Abschreibung werden monatlich direkt dem Händler gutgeschrieben, auch die Gebühren für Wartung und Verschleiß gehen dem Händler monatlich zu. Ein Algorithmus sorgt für die sekundengenaue Aufteilung der Abo-Gebühr an die beteiligten Partner", so Chief Technology Officer (CTO) Stefan Neumann (48). Für Transparenz bei der Abrechnung sorgt ein im Fahrzeug verbauter Dongel, der per Tracking die gefahrenen Kilometer aufzeichnet. Die Einbauzeit beim Händler soll nicht mehr als fünf Minuten betragen.n"Vive la Car startet am 8. April für den Endverbraucher und wir sehen in unserem Plattform-Modell einen starken neuen Impuls für den Autohandel. Wir gehen davon aus, dass wir in den kommenden Wochen das Fahrzeug-Angebot massiv erweitern können und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den Markenhändlern", so Gabor Jokuti, Leiter B2B des Start-ups. Das Gründer-Trio von Vive la Car (v.l.n.r.): Florine von Caprivi (CSO), Stefan Neumann (CTO) und Mathias R. Albert (CEO).© Foto: Vive la Car

Quelle: https://www.autohaus.de/nachrichten/start-up-vive-la-car-bestandsfahrzeuge-im-abo-2272295.html

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