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Die Liste der aktuellen Herausforderungen für Flottenverantwortliche ist lang. Ganz oben steht die Beschaffung von Neuwagen, die wesentlich komplexer ist als lange Zeit gewohnt. Chipmangel und Lieferkettenprobleme infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs sorgen für ein knappes Angebot und sehr lange Lieferzeiten. So steigt die Haltedauer im Fuhrpark – es ergeben sich neue Herausforderungen in Sachen Pflege, Wartung und Unterhalt. Den Fuhrpark in einwandfreiem Zustand zu halten, verlangt in Zeiten knapper Neufahrzeuge teils neue Herangehensweisen.

Daneben stehen Fuhrpark- und Flottenverantwortliche auch vor grundsätzlicheren Herausforderungen: Nach langer Anlaufzeit ist die Elektromobilität gekommen, um zu bleiben. Hersteller richten ihre Modellpalette konsequent elektrisch aus, die Batterieproduktion in Europa wird mit Nachdruck vorangetrieben und die politischen Weichenstellungen rückt das Ende des Verbrenner-Zeitalters näher. 

DEKRA als international tätige Expertenorganisation ist technologieoffen. Auf die steigende Bedeutung der Elektromobilität stellen wir uns seit geraumer Zeit ein – mit entsprechenden Prüfständen, Testanlagen und Services für unsere Kunden aus der Automobilindustrie. Insbesondere in unserem Technologiezentrum am DEKRA Lausitzring investieren wir hier in großem Umfang.

Auch für Flotten führt am Thema Elektromobilität mittelfristig kein Weg vorbei – unabhängig von der Einsatzcharakteristik. Dafür sorgen nicht nur äußere Rahmenbedingungen: Für immer mehr Unternehmen wird Nachhaltigkeit – völlig zu Recht – immer bedeutender. Wir bei DEKRA wollen bis 2025 klimaneutral werden. Dabei ist das Thema Mobilität der Belegschaft ein wichtiger Baustein. Hinzu kommt: Mit den extrem gestiegenen Preisen für fossile Energieträger ergibt sich oft auch eine völlig neue Kosten-Nutzen-Betrachtung.

Für bestimmte Flotten ist der elektrische Antrieb schon mit der heute verbauten Technologie bestens geeignet – etwa, wenn es vor allem um innerstädtische Fahrten geht, für die nur geringe Reichweiten nötig sind. Im überregionalen Außendienst mit hohen Laufleistungen sieht das heute noch anders aus. Fuhrpark- und Flottenverantwortliche müssen also über die kommenden Jahre die weitere Entwicklung der Technik genau beobachten, um jeweils für den eigenen Einsatzzweck die passenden Fahrzeuge beschaffen zu können – und das auf absehbare Zeit noch erschwert durch die eingeschränkte Lieferfähigkeit der Hersteller.