PDF DOWNLOAD

Es ist immer wieder faszinierend, wenngleich nicht mehr neu: Man steigt in den voll aufgeladenen PHEV und rollt lautlos davon. Und an dieser Stelle müssen wir einmal kurz innehalten, denn der extern aufladbare Hybrid kämpft mit dem Vorwurf, gar nicht umweltfreundlich zu sein. Nun, das liegt – wie im richtigen Leben – natürlich in der Hand des Users. Auch Elektroautos oder extrem sparsame Verbrenner, die immer unter Volllast bewegt werden, arbeiten nicht mehr ressourcenschonend. Und beim Plug-in-Hybriden liegt der Schlüssel im elektrischen Fahranteil. Am besten aufgehoben ist er bei Eigenheimbesitzern mit Photovoltaikanlage auf dem Dach, deren Fahranteil mit Grünstrom bei über 95 Prozent liegt. Wer hingegen ausschließlich hybridisch fährt, schont die Umwelt weniger. Inzwischen können aber auch Städter ohne Einfamilienhaus elektrisch fahren, denn die Ladeinfrastruktur wird von Woche zu Woche besser. Und die Chancen, am Arbeitsplatz zu laden, werden ebenfalls besser, insofern kann der PHEV ganz realistisch auch umweltschonend betrieben werden. Und ein schöner Nebeneffekt ist, dass der 308 mit den zwei Herzen richtig gut loslegt. Aber bevor wir dazu kommen, sei gesagt, dass er sich auch rein elektrisch nicht untermotorisiert anfühlt: Immerhin 110 PS Leistung und 320 Newtonmeter Drehmoment stemmt das lautlose Aggregat auf die Antriebswellen, genug also, um souverän voranzukommen. Und weil der Lithium-Ionen-Akku rund 12 kWh Strom speichert, lassen sich unter realen Fahrbedingungen über 60 Kilometer rein elektrisch abspulen. Wer beide Maschinen arbeiten lässt, erlebt gar einen richtig sportlichen 308 – der die 100 km/h-Marke binnen 7,5 Sekunden erreicht. Als Höchstgeschwindigkeit nennt das Werk feste 235 km/h. Vielleicht ist es noch hilfreich zu wissen, dass sich die Batterie binnen knapper vier Stunden vollladen lässt mittels optional möglicher 7,4 Kilowatt Ladeleistung. Lädt man mit 3,7 Kilowatt, dauert eine komplette Ladung etwas mehr als sieben Stunden – durchaus auch praxisorientiert, denn die meisten Autos verzeichnen deutlich längere Standzeiten.

Nun gut, wer den Franzosen auf längeren Strecken einsetzt, erlebt jedenfalls einen komfortablen Reisepartner mit viel Platz für seine Passagiere. Wobei der Schwerpunkt bei der Innenraum-Betrachtung natürlich vor allem hinten liegt. Beinund Kopffreiheit? En masse vorhanden. Der Kompaktklässler ist gefühlt schon längst auf dem Weg zur Mittelklasse und daher durchaus ein brauchbarer Kilometerfresser. Einer, der nicht nur viel Platz und feine Stühle (gegen 1.176 Euro netto sogar „ergonomische Komfortsitze“) bietet, sondern auch ein wunderbar austariertes Fahrwerk mit der Tendenz allerdings zum Geschmeidigen trotz optisch schicker 18-Zöller. Mit 37.437 Euro netto gehört der starke Allrounder freilich nicht zu den günstigsten Alternativen, aber sehr wohl zu den luxuriösen angesichts praller Ausstattung. Unter „GT“ gibts das Topmodell erst gar nicht, und damit sind Dinge wie LED-Matrixscheinwerfer, Massagesitze (mit Beheizung), Navigationssystem, Rückfahrkamera und Totwinkelassistent obligatorisch. Auch der ziemlich komfortable und sicherheitsfördernde aktive Tempomat ist freilich mit von der Partie.