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Die CO2-Grenzwertgesetzgebung zwingt die Hersteller, bei kleinen und leichten Autos effizienter zu werden, denn sie dürfen im Verhältnis weniger Treibhausgas ausstoßen als die großen und schweren Fahrzeuge. Das wird aber immer schwieriger, denn eine Mindestmenge an Sprit verbrennen auch noch so winzige Diesel- oder Ottotriebwerke. Also warum nicht gleich elektrisch, dachte sich Fiat und ließ den Gedanken beim neuen 500 Taten folgen. Heraus kommt ein nicht nur kräftiges, sondern äußerst reichweitenstarkes Elektroauto. So erlaubt der Fiat nach gemittelter WLTP-Messungen, die als recht praxistauglich durchgeht, bis zu 321 Kilometer – damit kann man arbeiten. Und mit 85 kW Ladeleistung (serienmäßig) bekommt man die Batterie rasch wieder voll, sodass der 3,63 Meter-Zwerg sogar langstreckentauglich wird. 

Und das merkt man schon auf den ersten Metern – denn erstens bietet der Stadtflitzer ein recht geräumiges Plätzchen. Außerdem legt Fiat richtig vor bezüglich Infotainment, bietet einen gestochen scharfen 21:9-Bildschirm und außerdem adrette Innenarchitektur. Mit der großen Batterie kommt der immerhin 1,4 Tonnen schwere Wagen in den Genuss von 118 Pferdchen, womit er mehr als souverän motorisiert ist. Sanfter Druck auf das rechte Pedal bringt den Fronttriebler schwungvoll in Bewegung, was sich auch in den Papierwerten ausdrückt: Neun Sekunden für den Sprint auf 100 km/h sind für einen Kleinstwagen aller Ehren wert. Mit einem Nettopreis von mindestens 26.042 Euro ist dieser aber auch kein billiges Vergnügen. Allerdings muss man noch 9.000 Euro Förderung abziehen, und Dienstwagen-Fahrer müssen nur ein Viertel des Brutto- Listenpreises pauschal versteuern, um unbürokratisch privat fahren zu dürfen.