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Die Digitalisierung in der Flotte schreitet immer stärker voran. Das hat die Corona-Pandemie im letzten Jahr verdeutlicht. Manuelle Prozesse mussten auf einmal komplett neu strukturiert und umgedacht werden.

Das „Warum“ ist entscheidend 
Mobilität wird es immer geben. Aber sie verändert sich. Erstens in der Art und Weise, wie Unternehmen sie steuern, und zweitens aus welchen Gründen sie genutzt wird. Der Aspekt der Nachhaltigkeit rückt immer mehr in den Mittelpunkt und verändert somit auch, wie Flotten in Zukunft organisiert werden. Fragen wie „Sind Fuhrparks mit personenbezogenen Dienstwagen noch zeitgemäß?“ oder „Ist die Flotte der Zukunft eine Pooling-Flotte?“ müssen dann von Unternehmen beantwortet werden.

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein 
Bei all dem Fokus, der jetzt auf digitale Fuhrparklösungen gelegt wird, darf nicht vergessen werden, dass diese stark sowohl von internen Unternehmensstrukturen als auch äußeren Einflüssen abhängen. Digitalisierung sollte nie ein reiner Selbstzweck sein, sondern stets einer Verbesserung in den Fuhrparkabläufen dienen. Keine Software wird alle Vorgänge bis ins kleinste Detail abbilden können. Fuhrparkverantwortliche müssen sich vor der Integration einer Software fragen, welche Anwendungsfälle in der Flotte so relevant sind, dass sie in jedem Fall digitalisiert werden müssen.

Sharing und Elektromobilität bringen die Flotte voran 
Sharing in der Flotte funktioniert und ist eine echte Alternative, wie unsere Forschungsprojekte mit regionalen Partnern bewiesen haben. Aber das Sharing wird in der Zukunft nicht nur auf Dienstwagen begrenzt sein, sondern sich auf E-Bikes oder E-Scooter ausdehnen. Auch sogenannte Mobilitätsbudgets werden das Sharing attraktiver machen, denn sie bieten größtmögliche Flexibilität für Unternehmen und Arbeitnehmer gleichermaßen.

Elektrofahrzeuge werden in vielen Flotten genutzt, oft sind die Gründe jedoch einseitig. Die günstigen steuerlichen Rahmenbedingungen sind nur ein Vorteil, doch auch langfristig gesehen sind E-Flotten kosteneffizienter. 

Dennoch scheuen sich kleinere Fuhrparks vor den hohen Anschaffungspreisen und benötigen mehr Startkapital für die Implementierung einer Ladeinfrastruktur. An vielen Stellen fehlt hier sowohl das Know-how als auch die Softwarelösung, die die Effizienz der E-Flotte gegenüber Verbrennern vergleicht. Hier ist noch einiges zu tun. 

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass der Schritt zu mehr Digitalisierung in der Flotte ein Schritt nach vorne ist. Mehr Digitalisierung bedeutet einen besseren Kostenüberblick, schlankere Kommunikationswege und somit mehr Effizienz im Fuhrpark. Mein Rat an alle Fuhrparkverantwortlichen lautet daher: Seien Sie mutig, prüfen Sie Ihre internen Prozesse und vereinfachen Sie dort, wo es für Sie hilfreich ist.