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Die „300“ war mal so eine Art magische Zahl mit besonderer Anziehungskraf t . Die luxuriösesten Mercedes-Modelle trugen sie, unbezahlbar selbst für die meisten Gutverdiener. Rund siebzig Jahre später sieht das anders aus, da ist der Dreihunderter demokratisiert, wenngleich noch immer nicht billig zu haben. Ein anderer erstaunlicher Aspekt ist, dass unter der Haube des C 300d gar kein Dreiliter steckt, sondern ein Vierzylinder-Diesel mit gerade einmal zwei Litern Hubraum, aus dem indes satte 265 PS stammen. Dazu kommen noch einmal 22 PS aus einem kleinen Elektromotor alias Startergenerator, und somit wird der ultraeffiziente Mittelklasse-Mercedes zum sportiven Langstrecken-Gefährt. Dank exzellenter Dämmung säuselt der Selbstzünder selbst bei Ausreizen des Drehzahlbandes nur zurückhaltend vor sich hin. Längst ist die C-Klasse zur kleinen S-Klasse avanciert mit wirklich überbordendem Fahrkomfort und großzügigen Platzverhältnissen. Zur Kraftübertragung dient obligatorischerweise eine samtige Neunstufen-Wandlerautomatik, geschaltet wird in diesen Sphären eben nicht mehr selbst. Auch in puncto Infotainment kommt Oberklasse-Gefühl auf, der riesige Zentralscreen erscheint Markenkennern mindestens so bekannt wie das umfassend informierende Head-up-Display, für das der Kunde allerdings 990 Euro (netto) Aufpreis bezahlen muss. Der Mercedes C 300d schlägt übrigens mit netto 43.520 Euro zu Buche, dafür geht die Serienausstattung als reichhaltig durch mit umfangreichen Sicherheitsfeatures, LED-Scheinwerfern und Tempomat. Mit an Bord sollte der 400 Euro netto teure Abstandsassistent, mit dessen Hilfe die C-Klasse dem fließenden Verkehr entsprechend automatisch beschleunigt und abbremst.