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Zugegeben, Tradition hat ihren Preis: Jetzt zieht auch der Jaguar F-Pace nach und wirbt für sich mit einem aufgeladenen Sechszylinder, dessen Kolben in klassischer Reihen-Formation angeordnet sind. Wer sich in Mechanik auskennt, weiß, dass es nicht laufruhiger geht dank Auf- hebung der so genannten Massenkräfte zweiter Ordnung. Und so verwöhnt der P400 mit toller Motorakustik, wobei die Ingenieure den Sound ganz bewusst in eine emotionale Richtung entwickelt haben – denn in einem der kräftigsten F-Pace kommt es nicht nur auf Laufruhe, sondern ebenso auf sportliche Werte an. Und so faucht das mildhybridisierte Hightech-Triebwerk mit zusätzlichem elektrischen Verdichter auf Wunsch energisch, gibt die Sportskanone unter den Aggregaten und wuchtet den Zweitonner binnen 5,4 Sekunden auf 100 km/h. Dass solcher Fahrspaß mit wenigstens 59.301 Euro netto bezahlt werden will, leuchtet ein.

Am Ende des Tages ist selbst dieser F-Pace aber doch ein Quäntchen mehr komfortabler Cruiser denn Racer und daher absolut langstreckentauglich, was auf sein ausgewogenes Fahrwerk zurückzuführen ist. Über geräumige Platzverhältnisse muss man kaum reden, wohl aber über das runderneuerte Infotainment. Sofort ins Auge fällt die (serienmäßige) Navigation unter der Bezeichnung „Pivi Pro“ – die Anlage ist intuitiv bedienbar, und Eingaben verarbeitet der 11,4 Zoll große Touchscreen ziemlich schnell. Zu den intelligenten Funktionen dieses Lotsen gehört beispielsweise, dass er sich häufig gefahrene Strecken merken kann, um auf diese Weise im Alltag zu unterstützen. Natürlich gibt es auch Bluetooth-Freisprechen, eine Smartphone-Integration sowie unzählige Sicherheitsassistenten, zu denen viele Notbremsapplikationen und in diesem Kontext auch ein aktiver Tempomat gehören.