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Als der Opel Mokka der zweiten Generation enthüllt war, staunten manche Beobachter wohl nicht schlecht. Da haben die Rüsselsheimer so richtig geklotzt und einen automobilen Hingucker auf die Räder gestellt. Schmale Scheinwerfer mit zackiger Umrandung und ein glattflächiger Kühlergrill, für den die Opel-Designer sogar spezielle Bezeichnungen kreieren („Vizor“), machen mächtig Eindruck. Dazu optionale Zweifarbigkeit – und schon ist Habenwollen-Faktor erzeugt. So viel optische Attraktivität braucht ja eigentlich auch einen coolen Antrieb, wie sieht es hier aus? Probieren wir doch einmal die E-Variante, die mit 136 PS Nominalleistung zwar nicht sonderlich heraussticht, aber potenzielle Kunden mit vielversprechenden Beschleunigungswerten bezirzt. Binnen neun Sekunden soll der Rüsselsheimer auf Landstraßentempo sprinten, da hätte man fast auch das alte Sportabzeichen GSI auf den Heckdeckel kleben können. Und der Stromer fühlt sich verdammt spritzig an, was sicherlich auch an den fehlen- den Übersetzungwechseln liegt. Ein Fahrpedalstoß versetzt dem kleinen SUV unmittelbar einen Vortriebs-Boost, gefühlt wirkt er sogar spritziger, als die Papierwerte Glauben machen. Und was ist mit dem Infotainment? Schließlich steht diese Elektronik-Währung heute mindestens an zweiter Stelle, für manche Interessenten womöglich sogar an erster. Aber keine Sorge, Opel hat seine Hausaufgaben gemacht: Ein dünnes, leicht ge- bogenes Anzeige-Paneel sieht nicht nur maximal schick aus, sondern bietet auf kumuliert 22 Zoll Fläche eine geballte Informationsfülle. Features wie eine gestochen scharfe Rückfahrkamera mit 180 Grad-Feld sowie Matrix-LED-Scheinwerfer sind für den Mokka keine Fremdwörter. Ab netto 28.663 Euro geht es los, und es kann die volle Förderprämie von mehr als 9.000 Euro eingestrichen werden.