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Können Langstrecken-Nutzer eigentlich diesseits der Kompaktklasse glücklich werden? Der Verdacht ist, dass es geht. Und um ihn zu überprüfen, hat Flottenmanagement einen Kleinwagen-SUV von Ford – den neuen Puma – herausgesucht, aber beim Getriebe die Komfort-Karte gespielt. Immerhin bieten die Kölner ja seit einiger Zeit ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe für ihren minimalistischen Alleskönner an. Motorisch bleibt es beim Einliter-Dreizylinder, der hier in der 125 PS-Stufe antritt. Das Aggregat hat ja in der Schaltgetriebe-Ausgabe bereits bewiesen, dass man zum gediegenen Fortkommen keine unerschöpflichen Powerreserven benötigt – aber ein gewisses Überhol-Potenzial sollte schon vorhanden sein. Okay, reingesetzt und Startknopf gedrückt. Das kleine Triebwerk nimmt seinen Dienst auf, ist akustisch als Dreizylinder identifizierbar, bleibt aber unaufdringlich. Man merkt schnell, dass die Ford-Ingenieure nicht an Dämmung gespart haben. Die Vorteile des Kleinwagens sind vor allem in der City schnell ausgemacht, wo man gerade noch eine Parklücke erhascht, die mit einem größeren Auto nicht nutzbar gewesen wäre.

Und die Automatik ist in der Stadt ein Pluspunkt, wo viele Ampeln sonst das linke Bein gefordert hätten. Fahrstufe „D“ eingelegt, und los gehts. Der Doppelkuppler lässt den Ford sanft anfahren, und von den Gangwechseln bekommen die Passagiere auch nicht viel mit, zumindest keine Ruckelei. Außerdem ist der Automat spontan genug, einer prompten Leistungsanforderung zu entsprechen. Allerdings sorgen 200 Nm Drehmoment schon bei 1.400 Touren dafür, dass der Benziner auch mal im großen Gang ordentlich nach vorn schieben kann. Das erhöht die Lässigkeit jedenfalls ungemein. Und auch sonst ist der Puma lässig, gibt trotz Kleinwagen-Segments den entspannten Tourer, und Ford ermöglicht den Kunden ja auch entsprechende Features. Vor allem das Fahrerassistenz-Paket II (1.008 Euro netto) glänzt mit oberklassigen Funktionen, zu denen sogar ein Ausweichassistent gehört. Da ist der feinfühlig agierende aktive Tempomat ja fast schon Standard. Und auch heute übliche Dinge wie autonome Notbremsung oder Parksensor weilen ohne Frage an Bord.

An die Infotainment-Fraktion richtet sich der Achtzoll-Touchscreen sowie ein Kombiinstrument ohne jegliche mechanische Anzeigen (ab ST-Line) – das ist eben Zeitgeist. Ob nun eingebaute Navigation oder Smartphone-Integration, die Bedieneinheit ist flexibel und richtet sich an diverse Geschmäcker. Mindestens 21.764 Euro muss der geneigte Interessent ausgeben für den Automatik-Puma. Dafür gibt es neben den Selbstverständlichkeiten auch Leichtmetallräder, eine Lendenwirbelstütze (gut auf langen Strecken) sowie Verkehrszeichen-Erkennung. Empfehlenswerte LED-Scheinwerfer schlagen mit netto 630 Euro zu Buche, und das viel Licht spendende Panorama-Dach kostet netto 840 Euro. Ganz luxuriös wird es mit den je nach Ausstattungslinie 336 Euro netto teuren Massagesitzen – durchaus eine Überlegung wert bei Vielfahrern. Ach ja, praktisch ist der Puma übrigens auch, demnach erlaubt die so genannte Mega Box im Kofferraum, schmutzige Gegenstände separiert von anderem Ladegut aufzubewahren. Allzeit gute Fahrt!