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Auch wenn derzeit vor allem der Kampf gegen COVID-19 und dessen Mutationen im Fokus vieler Berichterstattungen steht, beherrscht vor allem im Automobilsektor eine andere globale Herausforderung das Geschehen – die Erderwärmung. Als weltweit größter Automobilhersteller nach Fahrzeugabsatz im Jahr 2019 ist es im Interesse des Volkswagen Konzerns dieser Verantwortung gerecht zu werden. Daher bekennt sich Volkswagen zum Pariser Klimaabkommen und treibt umweltschonende Antriebstechnologien und Produktionsweisen mit voller Kraft voran. Konzernweit hat sich das Unternehmen verpflichtet, bis 2050 bilanziell CO2-neutral zu werden. 

Einen zentralen Beitrag leistet dazu die klare Ausrichtung auf die Elektromobilität. Denn: Das batteriebetriebene Elektroauto weist die beste Klimabilanz aller Antriebsarten auf. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, unter anderem vom Fraunhofer- Institut, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und von der Denkfabrik Agora Verkehrswende. Der Volkswagen Konzern will in den kommenden Jahren zum Weltmarktführer in der E-Mobilität werden und investiert dafür allein bis Ende 2025 insgesamt 35 Milliarden Euro. Dabei beschränken sich diese Ambitionen nicht auf bestimmte Modelle oder Segmente, sondern das gesamte Produktportfolio in allen Segmenten wird elektrifiziert: So sieht der Konzern in seiner Langfristplanung für die nächsten zehn Jahre vor, rund 70 reine E-Modelle bis 2030 auf den Markt zu bringen. Die Zahl der projektierten reinen Elektrofahrzeuge in diesem Zeitraum liegt bei rund 26 Millionen Einheiten. Zudem sind bis zum Ende des Jahrzehnts insgesamt rund 60 Hybridfahrzeugmodelle geplant und ein Absatz von rund sieben Millionen Einheiten in diesem Zeitraum.

Das technische und wirtschaftliche Rückgrat der E-Offensive ist der Modulare E-Antriebs- Baukasten (MEB). Etwa 19 Millionen der bis 2030 geplanten E-Fahrzeuge des Konzerns basieren auf der neuen Elektro-Plattform. Als erstes Elektroauto auf MEB-Basis hat die Marke Volkswagen den kompakten ID.3 auf den Markt gebracht. Mit dem ID.4 folgte das erste rein elektrische SUV der Marke. Beide Fahrzeuge werden bilanziell CO2-neutral ausgeliefert. Das heißt, der gesamte Lebenszyklus der ID.-Modelle wird ins Visier genommen – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis zum Recycling. Die Marke Volkswagen folgt dabei einem klaren Grundsatz: Wo immer es machbar ist, werden CO2-Emissionen vermieden. Ist das nicht vollständig erreichbar, werden die Emissionen so weit wie möglich reduziert. Die derzeit noch nicht vermeidbaren Emissionen werden über Investitionen in Klimaschutzprojekte ausgeglichen.

 

KURZINTERVIEW

RALF WEICHSELBAUM 

Leiter Vertrieb an Großund Direktkunden 

Telefon: 05361-9-42541 

E-Mail: ralf.weichselbaum@volkswagen.de

Flottenmanagement: Herr Weichselbaum, welche Position nimmt der Bereich Flotte bei Ihnen im Gesamtabsatz in Deutschland ein? 

Ralf Weichselbaum: Das Flottengeschäft hat für Volkswagen eine sehr hohe Bedeutung und einen Anteil von rund 30 Prozent am Gesamtabsatz. Volkswagen ist hier seit Jahren Marktführer und mit Golf sowie Passat immer auf den vorderen Plätzen der Top-Ten-Modelle vertreten. 

Flottenmanagement: Welche Innovationen hält der neue Golf Variant für den Gewerbekunden bereit? 

Ralf Weichselbaum: Der Golf Variant ist seit 1993 fest im Produktportfolio und im Flottengeschäft aufgrund seiner Vielseitigkeit von hoher Bedeutung. Der neue Golf Variant bleibt ein echter Golf mit vielen Neuerungen: Er ist kraftvoller, dynamischer im Design, geräumiger mit größerem Radstand, mehr Kniefreiheit sowie größerem Kofferraum und digitaler mit dem serienmäßigen Digital Cockpit Pro und serienmäßigen Assistenzsystemen. Die Serienausstattung ist deutlich erweitert und die Aggregate sind als eTSI mit Mild-Hybrid und TDI mit Twin-Dosing- Technologie sauber und sparsam zugleich. 

Flottenmanagement: Mit dem Arteon Shooting Brake bieten Sie erstmals eine Kombivariante Ihrer Premium-Limousine an. Welche Bedeutung hat diese Variante für den Großkundenbereich? 

Ralf Weichselbaum: Der neue Arteon Shooting Brake erweitert den Arteon um das Konzept eines im Flottengeschäft relevanten Kombis und überzeugt mit großzügigen Raumverhältnissen. Mit seinem beeindruckenden Design, der gestreckten Seitenansicht und den sportlichen Proportionen ist jedem User-Chooser ein souveräner Auftritt gesichert. Aber auch die inneren Werte überzeugen mit hochwertigen Materialien, intuitiver Bedienbarkeit und zahlreichen Fahrerassistenz- und Kommunikationssystemen für sicheres, entspanntes und komfortables Ankommen. Und die Leasingrate in Zusammenarbeit mit der Volkswagen Leasing ist ebenfalls überzeugend.

Flottenmanagement: Elektromobilität erfreut sich auch in den Flotten zunehmender Beliebtheit. Was bietet VW hier an und welche Varianten (Plugin- Hybride oder rein elektrisch) sind bei dieser Kundenklientel besonders gefragt? 

Ralf Weichselbaum: Elektromobilität ist endgültig aus der Nische in die Fuhrparks gefahren. Volkswagen ist mit einem breiten Angebot an Plug-in- Hybriden mit dem Golf, Tiguan, Passat, Arteon und Touareg sehr gut aufgestellt mit überraschend hoher Kundennachfrage. Bei den rein elektrischen Fahrzeugen sind der ID.3 und der ID.4 sehr erfolgreich im Flottengeschäft in den Markt gestartet. Beide Modelle stehen zusammen für ein vierstelliges Volumen im Auftragseingang Flotte jeden Monat. 

Flottenmanagement: Welche Neuheiten werden in den nächsten 12 Monaten gelauncht? 

Ralf Weichselbaum: Der Volkswagen Way to Zero gibt hier klar den Weg vor und wird jetzt umgesetzt. Deshalb stehen weitere Ausstattungsvarianten des ID.3, die Markteinführung des ID.4 im späten Frühjahr und dessen sukzessive Angebotskomplettierung im Vordergrund. Aber auch der ID.5 kommt noch in diesem Jahr auf den Markt. Weiter dürfen sich unsere Kunden auf die Produktaufwertungen des Polo und Tiguan Allspace in diesem Jahr freuen.