PDF DOWNLOAD

Auch in der Businessklasse darf man jetzt Mattgrau tragen, ohne negativ aufzufallen – im Gegenteil, damit ist man nämlich hip. Hip ist jetzt auch die E-Klasse W213 – ohne elektrische Unterstützung läuft es nicht mehr angesichts strenger CO2-Grenzen. Mercedes-Benz hat zu einer Probefahrt der neuesten Ausbaustufe der modellgepflegten oberen Mittelklasse geladen – demnach war Flottenmanagement mit dem neuen E 350 unterwegs, der so jung ist, dass sein Grundpreis noch nicht in der Preisliste steht. Dafür erfährt die Redaktion, dass dieser Vierzylinder erstmals mit einem so genannten integrierten Startergenerator ausgerüstet ist, bei dem ein fest mit der Kurbelwelle verbundener E-Motor satte 20 PS zur Verbrenner-Leistung dazusteuert. Und die liegt ja schon bei 272 PS plus zusätzliche 41 PS Boost-Leistung bei Kickdown-Anforderung. Wer also traurig ist ob der fehlenden zwei Zylinder, darf sich über eine ordentliche Kompensation durch Power freuen – denn die Limousine schiebt ganz schön energisch an, lässt die Hinterachse um Traktion ringen. Und sonst? Mercedes-Benz hat sein intelligentes Bediener- System „MBUX“ drastisch verbessert – dazu aber mehr im Rahmen eines späteren Tests. Was neben der wie immer exzellenten Verarbeitungsqualität unmittelbar nach dem Einstieg auffällt, ist das überarbeitete Lenkrad mit aufgeräumtem Tasten-Layout. Na ja, „Tasten“, denn eigentlich handelt es sich um berührungsempfindliche Felder. Die Displaygröße bleibt üppig, analoge Skalen werden für Nostalgiker nachgebildet, allerdings gibt es so eine riesige Auswahl an Darstellungsformen, dass man alleine mit diesem Komplex einen ganzen Tag füllen könnte. Die bisherige Möglichkeit, einen klassischen Tacho mit mechanischen Anzeigen zu erhalten, entfällt indes künftig. Der W213 ist endgültig modern geworden.