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Den Schrecken dürften die Dreizylinder mittlerweile verloren haben – zu oft wird diese Motorenart verbaut als Tribut an die Downsizing-Notwendigkeit. Dennoch werden die meisten Neulinge diese Aggregat-Spielart akribisch beäugen beziehungsweise genau „behorchen“, denn in puncto Laufruhe hat der Dreizylinder – theoretisch zumindest – das Nachsehen. Nicht aber, wenn die Ingenieure sich bei der Dämmung so richtig ins Zeug legen, so geschehen auch hier beim schwedischen Kompakt-SUV. Bitte extra mal kurz Lüftung und Radio ausschalten, um konzentriert lauschen zu können, wenn der kleine 1,5-Liter die Arbeit aufnimmt. Drei Zylinder, vier oder wie viele auch immer – der Otto ist so ausgezeichnet gekapselt, dass man ihn akustisch kaum wahrnimmt. Selbst unter Ausnutzung des Drehzahlbands bleibt der Benziner zurückhaltend und bietet damit locker den Geräuschkomfort, der sogar in ein bis zwei Klassen höher angesiedelten Fahrzeugen als absolut angemessen empfunden würde.

Doch zurück zum XC40 T2 (ab netto 26.134 Euro), der hier antriebstechnisch als simpelstmögliche Variante antritt, was der eine oder andere Autointeressent als Segen empfinden dürfte: Es gibt sie nämlich mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe. Und schon auf den ersten Metern wird deutlich, dass die Box vor allem durch geschmeidige Übersetzungswechsel auffällt – es muss eben doch nicht immer Automatik sein. Und ebenso wenig überbordende Leistungswerte, denn 129 PS reichen völlig, um im Alltag klarzukommen. Der aufgeladene Direkteinspritzer produziert schließlich immerhin 245 Nm Drehmoment ab 1.600 Touren, und so zieht der 1,6-Tonner auch mal im großen Gang unangestrengt eine üppige Steigung hinauf. Erfrischend hier übrigens, dass der Testwagen einmal nicht wie meistens über Ledersessel verfügt, sondern die bodenständigen Stoffsessel aufweist – die sind aber nicht weniger komfortabel, nur etwas straffer, was sich für den Rücken auf langen Strecken als durchaus wohltuend entpuppt. Darüber hinaus glänzt der XC40 mit cleveren praktischen Lösungen wie dem mehrschichtigen Kofferraumboden, um verschiedene Arten von Ladegut sicher zu verstauen.

Bleibt das Thema Infotainment, dem sich eine Lifestyle-Marke wie Volvo kaum verschließen kann. Zumindest mangelt es nicht an Display-Fläche – zu den 12,3 Zoll, die das Instrumentarium einnimmt, gesellen sich noch weitere neun Zoll in Form eines Touchscreens auf der Mittelkonsole. Was das Tachoelement angeht, hier kommen auch die Nostalgiker auf ihre Kosten, denn es werden analoge Skalen nachgebildet, die man ehrlicherweise auch gar nicht so recht missen will. Noch ein Wort zum Monitor in der Mitte: Der fungiert definitiv als Kommandozentrale für sämtliche Fahrzeug-Features und avanciert damit gleichzeitig zu einem wichtigen architektonischen Element – denn physische Schalter sind out beim Volvo. Ziemlich in dafür sind viele Assistenten, die aber teils extra kosten. Empfehlenswert ist das netto 1.302 Euro teure Sicherheitspaket mit Heckaufprallschutz (Gurte werden gestrafft), Querverkehr-Warner inklusive Bremseingriff sowie adaptivem Tempomat. Gegen netto 966 Euro gibt es ein komplexes Navigationssystem plus Smartphone-Integration.